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Abrocken und Flagge gegen Rassismus zeigen

Abrocken und Flagge gegen Rassismus zeigen

Zum vierten Mal feierten junge Leute am Samstag das Festival „GaS goes Rock“ am Neunkircher Gymnasium am Steinwald. Diesmal traten sechs Bands aus Frankreich und Deutschland auf. Mit dem Line-Up war die Orga-Gruppe zufrieden.

. Wenn aus der Aula gedämpfte Gitarrenriffs dringen und sich schon vor dem Eingang überdurchschnittlich langhaarige Menschen tummeln, kann das am Gymnasium am Steinwald (GaS) nur auf eines hindeuten: "GaS goes Rock". Bereits zum vierten Mal feierte man am Samstag an der Neunkircher Schule das Benefiz-Rock-Festival, das eine Schülergruppe um Lehrerin Sandra Rupp selbst auf die Beine stellt. Wer etwas für handgemachte Musik übrig hat, für den lohnte es sich, dem Klang der Gitarrenriffs zu folgen: Sechs Bands gab es zu hören - allesamt jung, aber allesamt mit etwas auf dem Kasten.

Bei klassischer Rockkonzert-Atmosphäre stand man vor der Bühne, nickte mit dem Kopf und bekundete ab und an mit der "Pommesgabel", dass man sich amüsierte. Es dauerte nicht lange, da bildeten sich auch die ersten Moshpits. Auf der Bühne standen die Alternative-Bands Ampersphere aus Zweibrücken und Lacuna aus Saarbrücken sowie die Post-Rock-Formation Colaris aus Pirmasens. Mit A Very Sad Story waren französische Sludge-Metaler aus Bar-Le-Duc zu Gast, Headliner waren Drone aus Celle, die schon als Vorband bekannter Vertreter des Genres unterwegs waren. Nicht fehlen durften selbstverständlich The Day We Fall, die das GaS auf der Bühne vertraten. Die Jungs, die mit ihrem Melodic Hardcore Flagge zeigen gegen Rassismus , Sexismus und sonstige Diskriminierung sind größtenteils ehemalige Schüler des GaS und bringen sich bei der Vorbereitung des Festivals mit ein.

Die rund 40-köpfige Organisatoren-Gruppe, Schüler des Seminarfachs und einer AG, war mit dem Line-Up zufrieden: "Wir sind jedes Jahr erstaunt, wie viele Anfragen, auch aus Berlin oder dem Ausland, wir bekommen", sagte der 18-jährige Julian Jochem, der von Anfang an "GaS goes Rock" dabei ist. An Besuchern konnte man gut 200 zählen, wobei das Festival noch ein paar mehr verdient gehabt hätte. Lehrerin Sandra Rupp erklärte, Rockkonzerte hätten derzeit zu kämpfen und an der Schule sei das nicht anders. Der Geschmack vieler Schüler gehe mehr in Richtung HipHop. "Da steht allerdings meist keine Live-Band auf der Bühne und mein Anliegen ist es, mit den Schülern Live-Musik zu präsentieren."

Großes Lob gab es von Schulleiterin Karin Weiskircher-Hemmer: "Ich freue mich sehr, dass diese Veranstaltung wieder stattfindet." Ebenso von den Besuchern. "Echt hammermäßig, wie das hier aufgebaut ist", sagte ein Kenner der Szene mit Künstlernamen Sam Durango.