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Schwarzer Mittwoch
Abkürzung mit bösen Folgen

Der Versuch, durch ein brandgefährliches Wendemanöver  ein paar Meter abzukürzen, endete für eine Autofahrerin mit einem bösen Unfall. Sie konnte nur mit großem Aufwand geborgen werden.
Der Versuch, durch ein brandgefährliches Wendemanöver ein paar Meter abzukürzen, endete für eine Autofahrerin mit einem bösen Unfall. Sie konnte nur mit großem Aufwand geborgen werden. FOTO: Kai Hegi
 Neunkirchen. Am Mittwoch ereigneten sich rund um Neunkirchen zwei schwere Verkehrsunfälle. Einen Toten und eine Schwerverletzte mussten die Rettungskräfte bergen. Von red und dpa

Zwei sehr schwere Verkehrsunfälle ereigneten sich am Mittwoch in Neunkirchen. Ein Autofahrer ist auf der A8 bei Neunkirchen kurz vor neun Uhr tödlich verunglückt. Der 74-Jährige war auf der Autobahn in Richtung Zweibrücken unterwegs, als sein Auto kurz vor der Abfahrt Neunkirchen Heinitz zunächst nach links von der Fahrbahn abkam, wie die Polizei berichtete. Der Wagen streifte die Mittelleitplanke und kam dann nach rechts ab. Dort schleuderte das Auto auf die Leitplanke und krachte schließlich gegen ein Schild. 33 Meter weiter kam der Wagen auf dem Dach im Grünstreifen neben der Fahrbahn zum Liegen. Der Fahrer erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch am Ort starb.


Schwer verletzt musste die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Mittwochnachmittag eine  31-Jährige aus Schiffweiler nach einem missglückten Wendemanöver auf der Bundesstraße B41 aus ihrem Auto retten. Der Unfall ereignete sich auf dem B41-Teilstück zwischen den Kreisverkehren bei Sinnerthal und am Plättchesdohle, welches als Umleitungsstrecke für die gesperrte Bahnunterführung dient. Beim Versuch, verbotenerweise auf der Umleitungsstrecke über die Einfahrt zur Kläranlage zu wenden, um vermeintlich schneller in Richtung Landsweiler-Reden fahren zu können, übersah die Frau in ihrem schwarzen Mazda laut Polizei den herannahenden silbernen Opel eines älteren Mannes. Bei der Kollision der beiden Fahrzeuge wurde die Frau durch den starken Seitenaufprall schwer verletzt, während der Opelfahrer unverletzt blieb.

Zunächst machten sich der Rettungsdienst mit Notarzt und Rettungswagen sowie die Polizei auf den Weg zur Unfallstelle auf der Bundesstraße. Aufgrund der Verletzungen der Frau entschied sich der Notarzt für eine besonders schonende Rettung und forderte die Unterstützung der Neunkircher Wehr an. Aus den um 13.40 Uhr alarmierten Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen rückten 25 Feuerwehrleute mit fünf Einsatzfahrzeugen, darunter auch dem auf Verkehrsunfälle ausgelegten Rüstwagen, aus. Um die zwar verletzte, aber nicht eingeklemmte Frau aus ihrem Fahrzeug zu retten entfernten die Feuerwehrleute mit der hydraulischen Schere und dem Spreizer beide Türen sowie die dazwischen liegende B-Säule. Mit einer Spezialtrage konnte die Frau anschließend durch die große Seitenöffnung aus dem Wrack gerettet werden. Mit einem Rettungswagen wurde die Frau nach einer ersten Behandlung vor Ort in ein nahes Krankenhaus eingeliefert.

Für die Dauer der Rettungsarbeiten und die anschließende Unfallaufnahme musste die Bundesstraße B41 von der Polizei in Fahrtrichtung Ottweiler ab der Anschlussstelle Bildstocker Straße für den Verkehr gesperrt werden. In Fahrtrichtung Landsweiler-Reden beziehungsweise Autobahnanschlussstelle Neunkirchen-City konnte der Verkehr auf der Bundesstraße weitgehend ungehindert weiterlaufen. Um 14.15 Uhr konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen ihren Einsatz wieder beenden und von der Unfallstelle abrücken.