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50 Jahre Abi
Auf der Suche nach dem Biologie-Saal

Rektorin Karin Weiskircher-Hemmer (rechts) vom Neunkircher Steinwald-Gymnasium führte die zwölf ehemaligen Abiturientinnen bei ihrem Jubiläums-Treffen durch ihre alte Schule.
Rektorin Karin Weiskircher-Hemmer (rechts) vom Neunkircher Steinwald-Gymnasium führte die zwölf ehemaligen Abiturientinnen bei ihrem Jubiläums-Treffen durch ihre alte Schule. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. 50 Jahre Abitur am Steinwald: Zwölf ehemalige Abiturientientinnen hatten sich einige Geschichten zu erzählen. Von Jörg Gustav Jacobi-Vogelgesang

Zwölf jung gebliebene Damen hatten Klassentreffen an ihrer alten Lernstätte, dem Steinwald-Gymnasium Neunkirchen. Der Abiturjahrgang 68 hatte vor 50 Jahren hier den Schulabschluss gemacht. Damals waren die beiden Neunkircher Gymnasien noch nach Geschlechtern getrennt – das Krebsberg für Jungen und das Steinwald für Mädchen. Mädchenrealgymnasium nannte sich früher deshalb das Steinwald-Gymnasium.


Sehr positiv überrascht waren die Damen davon, was sich alles so verändert hat. Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen der letzten Jahrzehnte hatten beim Besuch zuerst etwas für Verwirrung gesorgt.

Die Abiturientinnen von damals debattierten schmunzelnd darüber, wo früher ihr Biologiesaal war. Die Meinungen gingen auseinander. „Wir müssen die Treppe hoch“ — „Quatsch, der Raum war doch im Keller“ und die Mehrheit meinte; „Wir sind hier ganz falsch und in einem neuen Flügel.“



Schulleiterin Karin Weiskircher-Hemmer sorgte dann schnell für die richtige Orientierung. Sie führte die Gruppe durch das gesamte Schulgebäude. Da kamen bei der ein oder der anderen alte Erinnerungen zurück und Anekdoten und alte Geschichten wurden wieder aufgewärmt. So erinnerte man sich, dass bei Unaufmerksamkeit im Unterricht auch mal ein nasser Schwamm durch das Klassenzimmer flog. Es wurde Kaffee damals gekocht und dann dazu heimlich eine Zigarette geraucht.

Die „wilden Jungs” vom Krebsberg wurden, wenn die zum Sportplatz gingen, ganz nah rangezoomt, mit dem Fernglas vergrößert. Freistunden waren auch früher sehr beliebt, da wurde schon mal das Schulgelände unerlaubt verlassen, um sich im Schützenhaus zum Umtrunk zu treffen.Die drei Damen aus dem Kreis Neunkirchen, zwei aus dem übrigen Saarland und die ehemaligen Mitschülerinnen, die aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, vom Bodensee und aus der Pfalz zum Klassentreffen angereist waren, hatten sichtlich ihren Spaß miteinander.