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2100 Teilnehmer sammeln 15 Tonnen Müll

2100 Teilnehmer sammeln 15 Tonnen Müll

(nig) Es lief "problemlos, ganz entspannt", zog Thomas Haas, Koordinator der Picobello-Aktion im Rathaus, am Samstagnachmittag Bilanz. Zusammen mit den Schulen und Kitas kommt die Kreisstadt für 2017 auf 2100 Teilnehmer. Viele hatten sich dank des Kaiserwetters noch spontan zur Mithilfe entschlossen. "Überall hieß es, wir müssen zusätzlich Weck kaufen gehen - ein Luxusproblem". Das kurioseste Fundstück sei ein aufgebrochener Tresor mit Geldkassette gewesen, entdeckt unter der Autobahnbrücke am Kaufland vom Sammeltrupp der Pius Kirche. "Den haben wir der Polizei übergeben." Interessant: "In vielen Bereichen gab es weniger Müll als in den Vorjahren", dass es insgesamt wohl trotzdem wieder um die 15 Tonnen werden, dafür sorgt der Nahebahnschacht.

Erneut als Einzelkämpfer in der Kirkeler Straße sammelte Horst Herrmann. "Es war nicht so schmutzig wie im Vorjahr", ist auch ihm aufgefallen. Genau umgekehrt muss es beim Wolsztyner Platz gewesen sein, wo der Bürgerstammtisch ganz schön ins Schwitzen gekommen sein muss. Vergleichbar mit früher war die Müllmenge in Münchwies gewesen, erklärte Christopher Hans. Nicht prickelnd: "Seine" 30-köpfige Gruppe fand ein volles 200 Liter Altölfass. Zehn randvolle Säcke meldete Sylvia Mann aus dem Wohngebiet Winterfloß: "Eine heftige Geschichte." Mit ihr waren Anwohner und ein bunter Trupp Vier- bis 16-Jähriger fleißig, darunter Kids aus Afghanistan, Syrien, Russland und Italien. Um die Bliesufer im Stadtgebiet kümmerte sich der Angelsportverein Neunkirchen, wie Wolfgang Ewertz verriet: "Es macht keinen Spaß, beim Angeln zwischen Müllbergen zu sitzen." Im Sommer, bei Niedrigwasser, folgt die Grundreinigung im Gewässer.