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Süße Getränke vermeiden
Schluss mit den zuckersüßen Lebensmitteln

Neunkirchen. Die Kaufmännische Krankenkasse in Neunkirchen warnt vor den Folgen von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.

Die Debatte um Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist neu entflammt. Grund ist eine alarmierende Studie der Organisation Foodwatch zum Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken. Die Experten sehen den Konsum von übersüßten Drinks als einen der Gründe für das steigende Übergewicht bei Minderjährigen an. Auch eine aktuelle Datenerhebung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigt, dass Übergewicht im Kindesalter zunehmend zum Problem wird: 12 000 KKH-Versicherte bis 18 Jahre erhielten 2016 die Diagnose Adipositas – rund zwölf Prozent mehr als noch 2006. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen verzeichnet die KKH sogar einen Anstieg um rund 20 Prozent.


Heiko Raber vom KKH-Serviceteam in Neunkirchen betont: „Eine stark zuckerhaltige Ernährung mit Eistees, Energydrinks und Limonaden, aber auch Weißbrot, Frühstückscerealien, Gebäck, Pizza und Süßigkeiten kann zu ernsthaften Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 führen.“ Gute Alternativen sind Wasser, ungesüßte Tees und selbstgemischte Saftschorlen mit hochwertigen Direktsäften. Die KKH rät außerdem zu natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln, die ‚gesunde‘ Zucker liefern, weil sie genügend Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthalten. Dazu gehören Gemüse und möglichst unverarbeitete Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchte und ganzes, frisches Obst. Die in Obst enthaltene natürliche Fruktose ist im Gegensatz zur synthetisch hergestellten Fruktose vieler industriell verarbeiteter Lebensmittel deutlich gesünder. „Wer abnehmen möchte, sollte aber beachten, dass Bananen, süße Äpfel, Mangos und Ananas deutlich mehr natürlichen Fruchtzucker enthalten als etwa frische Aprikosen, Beeren, Kirschen und Kiwis“, erläutert Raber. Auch Fertigprodukte sollten möglichst gar nicht oder nur ganz selten auf dem Speiseplan stehen.