Neue Anlage für Fossa-Raubkatzen im Neunkircher Zoo

Neue Anlage errichtet : Zwei Fossa-Raubkatzen für den Neunkircher Zoo

In deutschen Zoos sind Fossa-Raubkatzen nur selten zu sehen. Jetzt beherbergt der Neunkircher Zoo in einer neuen Anlage zwei Exemplare der größten Raubtiere Madagaskars: Männchen Solano und Weibchen Cavalla.

„Es ist eine gefährdete Tierart“, sagte Tierpädagoge Christian Andres zur Eröffnung der Fossa-Anlage am Donnerstag in Neunkirchen. Umso wichtiger sei es, dass zoologische Gärten sich für den Artenschutz einsetzten.

In Neunkirchen können sich die Fossas in mehreren Innen- und Außengehegen auf insgesamt rund 200 Quadratmetern Fläche austoben. „Wir hoffen, dass es später Nachwuchs gibt“, sagte Andres. Die Anlage sei groß genug für mehrere Fossas.

Noch seien Solano und Cavalla aber getrennt. Das Weibchen werde im Sommer zwei Jahre alt und sei erst dann geschlechtsreif. Solano war zuletzt in einem Zoo in Schweden, Cavalla kam jüngst aus England. Für die neue Anlage wurde das Gebäude der Alten Fasanerie umgebaut.

Der Zoo Neunkirchen sei der einzige in der Region Saarland, Luxemburg und Lothringen, der Fossas beherberge, sagte Andres. Insgesamt zähle er mehr als 500 Tiere und gut 120 Arten, darunter asiatische Elefanten, Schneeleoparden, Orang-Utans und Kattas.

Bundesweit gibt es rund ein halbes Dutzend Zoos mit Fossas, beispielsweise in Duisburg, Heidelberg und Frankfurt am Main. Europaweit lebten Ende 2018 knapp 70 Fossas in zoologischen Einrichtungen: „Das ist ja nicht sehr viel“, sagte Andres. Experten gehen davon aus, dass auf Madagaskar vermutlich nur noch weniger als 2500 ausgewachsene Fossas in Wildnis leben.

(dpa)
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