Mitreißendes Konzert vor vollem Haus

Mitreißendes Konzert vor vollem Haus

Merchweiler. "Volles Haus, gut aufgelegte Musiker - was will man mehr?", fragte Martin Folz, Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters Wemmetsweiler. Mit 50 Musikerinnen und Musikern präsentierte er in der Merchweiler Allenfeldhalle zum fünften Mal ein mitreißendes Neujahrskonzert

Merchweiler. "Volles Haus, gut aufgelegte Musiker - was will man mehr?", fragte Martin Folz, Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters Wemmetsweiler. Mit 50 Musikerinnen und Musikern präsentierte er in der Merchweiler Allenfeldhalle zum fünften Mal ein mitreißendes Neujahrskonzert. Werner Schöne, der Vorsitzende des Musikvereins, kündigte an: "Diesmal wird es im Stil der Proms very british zugehen." Bei den "Proms" handelt es sich um die berühmten Promenadenkonzerte mit Ausrichtung auf ein breites Publikum, die seit 1895 alljährlich in London dargeboten werden. "Die Proms waren ein Wunschthema von mir", gestand Folz. "Wir haben das Thema mit Fotos und Farben als Hintergrund ausgearbeitet, damit die Sport- zur Konzerthalle wird." Für die Technik zeichneten Markus Knecht und sein Team verantwortlich. Auf dem Musikprogramm standen ausschließlich Komponisten aus Großbritannien. Gleich dreimal war Philip Sparke vertreten. Die Vorliebe des 1951 geborenen Musikers und Komponisten gilt der Blasorchestermusik. Besonders freute sich Folz auf einen Satz aus der Suite "Hymn of the Highlands", bei dem Jörg Graf von der Stadtkapelle Neunkirchen als Solist auf dem Euphonium brillierte. "Was für uns Johann Strauß ist, ist für die Briten Edward Elgar", erklärte Folz. "Pomp an Circumstance" durfte darum beim Neujahrskonzert ebenso wenig fehlen wie bei den "Proms". In der zweiten Halbzeit erhielten neben Klassikern auch Pop-Komponisten ein Forum. Dabei handelte es sich um Größen wie Andrew Lloyd Webber, Freddie Mercury und die Beatles. Eine Auswahl der bekanntesten Songs aus dem Musical "Cats", die berühmte "Bohemian Rhapsody" von Queen und ein Medley von "Penny Lane" über "Lady Madonna" bis "Yesterday" fanden beim altersgemischten Publikum großen Anklang. Die zweieinhalbjährige Clara Folz konnte es offensichtlich nicht fassen. Papa Martin schenkte zwei Stunden lang seine ganze Aufmerksamkeit den Musikern und ausnahmsweise nicht ihr. Während des Konzerts wuselte sie ständig um ihn herum. Den begeisterten Abschlussapplaus genoss sie schließlich mit ihm gemeinsam auf dem Dirigentenpodest.

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