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Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Neunkirchen

Lebenshilfe Neunkirchen : Lebenshilfe zieht Corona-Zwischenbilanz

Auf der Mitgliederversammlung blickte der Vorsitzende nicht nur auf die bisherige Pandemie zurück.

Regelmäßige Hygienekonzepte, umfangreiche Tests und eine hohe Impfbereitschaft hätten dafür gesorgt, dass die Lebenshilfe Neunkirchen die Corona-Krise relativ gut bewältigt habe, erklärte der Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen, Werner André, anlässlich der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen im CfK Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH in Spiesen. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Existenzgefährdung gegeben, auch weil sich die Ministerien und die Landesregierung der Lebenshilfe gegenüber durch die Weitergewährung der Tagessätze großzügig verhalten hätten, so heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

In den Einrichtungen der Lebenshilfe Neunkirchen habe man mit den Booster-Impfungen bereits begonnen. Im Zeitalter der Inklusion dürfe es auch bei steigenden Infektionszahlen keine erneuten Einschränkungen nur für Menschen mit Behinderung geben, so Andrés Forderung. Es sei wichtig, neue Mitglieder für die Lebenshilfe Neunkirchen zu werben, erklärte der Vorsitzende weiter. Wohl auch durch die im vergangenen Jahr beschlossene Beitragserhöhung sei die Zahl der Mitglieder von 745 im vergangenen Jahr auf aktuell 674 gesunken.

André informierte die Mitglieder über die geplanten Bauvorhaben der Lebenshilfe Neunkirchen. Da die Baukosten nach seinen Worten derzeit in die Höhe schießen, überlege man allerdings, ob man alle Maßnahmen wie geplant durchziehen werde. Bewohner des Wohnverbundes Tom Mutters-Haus könnten bald in den sanierten Altbau einziehen. Was das Kurzzeitwohnen angehe, liefen noch die Verhandlungen mit den Kostenträgern. Die weiteren Planungen sehen vor, in der Talstraße in Neunkirchen einen Ersatzneubau für die Wohnstätte Weierswies mit 22 Plätzen und für die Therapeutische Wohngruppe in der Schlossstraße mit acht Plätzen neu zu errichten. Die neue Wohnstätte des Werkstattzentrums für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH (WZB) in Stennweiler, die 18 Menschen mit Beeinträchtigung ein neues Zuhause bietet, wurde nach den Worten des Lebenshilfe-Vorsitzenden früher als geplant fertig und sogar leicht unter dem Kostenbudget realisiert. Baubeginn für das innovative Projekt mit unterschiedlichen Nutzungen, das Lebenshilfe und WZB gemeinsam auf einem 14 500 Quadratmeter großen Grundstück in der Königsbahnstraße in Neunkirchen realisieren möchten, werde wohl 2022/2023 sein, führte André weiter aus. Geplant seien dort unter anderem ein Ersatzneubau für die Tagesförderstätte der Lebenshilfe in Neunkirchen, 32 neue Plätze für den Arbeitsförderbereich des WZB, ein Hofladen und ein Restaurant des Wendelinushofs sowie Räumlichkeiten für die Verwaltung der Lebenshilfe und den Fachdienst Selbstbestimmtes Wohnen des WZB. Über den Bau einer inklusiven Kita sei noch nicht endgültig entschieden. Da liefen derzeit Verhandlungen mit den Kostenträgern. Die Therapeutische Reitanlage solle von Spiesen auf den Wendelinushof nach St. Wendel verlagert werden. Das WZB plane den Bau weiterer Wohnstätten am Beckerwald in Spiesen, im Altseitersweg in Neunkirchen und in Merchweiler. An den beiden Förderschulen der Lebenshilfe Neunkirchen gebe es steigende Schülerzahlen, so André weiter. Dagegen verzeichne man im Bereich interdisziplinäre Frühförderung und bei der Arbeitsstelle für Inklusionspädagogik eine rückläufige Auslastung. Thomas Latz, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen, stellte auf der Mitgliederversammlung die Jahresabschlüsse für 2019 und 2020 vor. Beide Jahre konnte der Verein mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Für 40-jährige Mitgliedschaft in der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen wurden Gabi Krämer und Horst Becker ausgezeichnet.