Zithermusik stimmt auf Weihnachten ein

Zithermusik stimmt auf Weihnachten ein

Merchweiler. Draußen kündigte der erste Schnee mit bitterkalten Temperaturen die nahende Weihnachtszeit an. Richtig gemütlich hatten es dagegen die Besucher der gut beheizten katholischen Pfarrkirche Zur Heiligen Rosenkranzkönigin in Merchweiler

Merchweiler. Draußen kündigte der erste Schnee mit bitterkalten Temperaturen die nahende Weihnachtszeit an. Richtig gemütlich hatten es dagegen die Besucher der gut beheizten katholischen Pfarrkirche Zur Heiligen Rosenkranzkönigin in Merchweiler. Neben Kerzenschein und Adventskranz warteten die Musiker des Zitherverein Merchweiler darauf, ihre Gäste auf das kommende Weihnachtsfest einzustimmen. Die Zither ist sicher nicht das populärste Instrument, doch schon allein der ganz eigene Klang dieses Zupfinstruments verzauberte die Zuhörer und ließ eine ganz besondere Stimmung in der Kirche aufkommen. Als sich zu den Musikern schließlich noch ein Profi an der Harfe gesellte, konnte man fast glauben, Engel kämen in Merchweiler vorbei, um dem tollen Konzertprogramm zu lauschen. Eröffnet wurde das abwechslungsreiche Programm, das von der Klassik bis zum Volkslied jedem Geschmack gerecht wurde, vom Zitherverein unter der Leitung von Willi Woll. Seit mehr als 50 Jahren ist er als Zitherspieler aktiv und hat nach anfänglichen lockeren Treffen den Verein gegründet. Rund zehn Damen und Herren gehören dem Orchester an, das Dank einiger junger Mitspieler auf eine gute Zukunft hoffen kann. Der erste Programmteil widmete sich Klassikern von Georg Friedrich Händel und zeigte, wie gut das Orchester harmoniert. Mit einem Solo entführte Charlotte Nyborg, Soloharfinistin des Saarländischen Staatstheaters die Konzertbesucher in die Welt der sphärischen Klänge. Unter dem Motto "Musik aus 5000 Jahren Geschichte der Harfe" hatte sie ein Potpourri an Melodien zusammengestellt, die unter die Haut gingen. Seit 25 Jahren ist die gebürtige Dänin Charlotte Nyborg in Saarbrücken und fühlt sich überaus wohl im Saarland, wie sie erklärte. Dass sie ein "solch exotisches Instrument" spielt, verdankt sie ihrem Großvater. "Eigentlich wollte ich Pianistin werden. Doch Opa meinte, ich soll es doch mit der Harfe versuchen. Die sei wie ein senkrechtes Klavier", erzählte sie. Dass dem nicht ganz so ist, musste sie schnell erfahren. Ein kleiner Ausflug in den Instrumentenbau zeigte den Konzertbesuchern, wie kompliziert das Spielen einer Harfe ist. Doch für die Berufsmusikerin kein Problem. Sie zeigte zum Abschluss ihres Gastauftritts gemeinsam mit dem Zitherverein Merchweiler ihre Virtuosität. Mit alpenländlicher Adventsmusik verzauberten sie gemeinsam das Publikum. cim