| 20:13 Uhr

Übung am Seniorenheim
Vor dem Einsatz evakuieren

Bei der Jahresübung der Feuerwehren Merchweiler Wemmetsweiler mussten aus der Seniorenresidenz die Bewohner gerettet werden. Schwerer Atemschutz war daher auch im Einsatz.
Bei der Jahresübung der Feuerwehren Merchweiler Wemmetsweiler mussten aus der Seniorenresidenz die Bewohner gerettet werden. Schwerer Atemschutz war daher auch im Einsatz. FOTO: Jörg Jacobi / Jörg Jacobi
Merchweiler. Die Feuerwehren Merchweiler und Wemmetsweiler übten sehr realitätsnah an der Seniorenresidenz St. Barbara. Von Jörg Gustav Jacobi-Vogelgesang

Übungsalarm für die Freiwilligen Feuerwehren Merchweiler und Wemmetsweiler wurde am Wochenende ausgelöst. Bei der Jahreshauptübung wurden die Feuerwehrkameraden- und innen auf das Äußerte gefordert. Das gestellte Szenario war sehr real und beängstigend problematisch gewählt: Ein Feuer mit starker Rauchentwicklung ist im Untergeschoss der Seniorenresidenz St. Barbara  bei der Arbeiterwohlfahrt in Merchweiler ausgebrochen.



Die Brandmelder des Hauses hatten sofort ausgelöst. Die beiden Löschbezirke Merchweiler und Wemmetsweiler wurden über die integrierte Leitstelle in Saarbrücken auf das Schnellste informiert. Nach wenigen Minuten waren die Wehren vor Ort. Das Untergeschoss war zu diesem Zeitpunkt schon komplett verraucht. Sofort wurden die Kameraden mit Atemschutz tätig, mit Löschgeräten in der Hand wagten sie sich in die verrauchte Zone. Währenddessen wurden von anderen Wehrleuten die Schläuche an Hydranten und Verteiler angeschlossen. Die Einsatzleiter erkundigten sich parallel bei der Heimleitung, ob sich in diesem Bereich oder in den oberen Etagen Personen befinden. In beiden Gebäudeteilen halten sich immer Menschen auf, aber wie viele es zu diesem Zeitpunkt waren, darüber konnte nur spekuliert werden. Die Aufgabenteilung der Wehren  war klar koordiniert, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. So konnte gleichzeitig das Feuer gelöscht und die Personen evakuiert werden. Durch die extreme Rauchentwicklung wurde die Sicht anfangs stark beeinträchtigt. Auch die Rettung der Bewohner stellte eine besondere Herausforderung an die Wehrleute.

Die älteren Bewohner waren zum Teil bettlägerig, andere im Rollstuhl oder auch schlecht zu Fuß. Durch das schnelle koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte jeder der Seniorenbewohner nach draußen gebracht werden und — wenn nötig — erstversorgt werden. Anhand von Namenslisten konnte man sicher sein, dass alle Bewohner aus dem Gebäude evakuiert wurden.

Mit Ventilatoren wurde der Gebäudekomplex schließlich entraucht. Es war insgesamt eine Feuerwehrübung, die jedem Einzelnen viel abverlangte.