Urnen in einer Baum-Allee

Wie erwartet, hat der Gemeinderat Merchweiler am Donnerstagabend eine Änderung der Friedhofssatzung beschlossen. Somit werden auf den Friedhöfen beider Ortsteile Baum-Bestattungen von Urnen ermöglicht.

. Der Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann (SPD ) wertete die Neuerungen auf den Gemeinde-Friedhöfen als "Meilenstein". Schließlich sei sehr lange und intensiv über das sensible Thema diskutiert worden. Nun werde den aktuellen Wünschen der Bürger nach alternativen Bestattungsformen Rechnung getragen.

Wie die Saarbrücker Zeitung im Vorfeld der Sitzung im Wemmetsweiler Kuppelsaal bereits berichtete, werden in Merchweiler Urnenwände errichtet, dazu können Erdkapseln (verrottbare Urnen) mit der Asche der Verstorbenen in einer Baum-Allee beigesetzt werden.

In Wemmetsweiler wird ein neues Feld geschaffen, in dem die Erdkapseln in einer Wiese oder an einem Baum zur Ruhe gebettet werden. In den Urnenwänden soll die Liegezeit 15 Jahre betragen, was Fragen im Rat aufwarf, was danach mit den Urnen passiert. Sie werden, so die Verwaltung, auf dem Friedhof in würdevoller Weise in ein anonymes Grabfeld umgebettet.

Bericht aus dem Kulturamt



So kurz der Bericht der Merchweiler Seniorenbeauftragten Christine Le Hir (sie sprach auch für den erkrankten Wemmetsweiler Kollegen Markus Sahner) über die Arbeit in 2015 war, so detailliert berichtete die Kulturbeauftragte Ulrike Sutter über vergangene und geplante Veranstaltungen. Während die Seniorenbeauftragten eher im Hintergrund Hilfe leisten, spielen sich die kulturellen Aktivitäten ihrem Wesen entsprechend durchweg im Rampenlicht ab.

Dass die "Photomission" für Merchweiler eine weithin anerkannte Marke geworden ist, belegte Sutter eindrucksvoll.

Sie verhehlte aber nicht, dass beispielsweise anspruchsvoller Jazz publikumsmäßig ein Nischen-Dasein führt. Auch 2016 ist Fotografie wieder ein großes Thema. Die Freunde anspruchsvoller Ausstellungen (Kohle und Stahl beispielsweise) und der Multivision dürfen sich freuen.

Liane Ulrich vom E-Government-Zweckverband Saar (kurz Ego-Saar) war gekommen, um einige Unklarheiten in den Merchweiler Gremien hinsichtlich des Wirtschaftplanes 2016 des Dienstleisters für die Gemeinden auszuräumen.

Ego-Saar informiert



Der Ego-Saar unterstützt die Städte und Gemeinden unter anderem bei der Einführung der Funktionen der neuen Personalausweise oder bei der Einführung einer rechtsverbindlichen elektronischen Kommunikation zwischen Verwaltungen und Bürgern. Wofür die Kommunen eine Umlage zu entrichten haben. Für die Jahre 2016 bis 2020 sind das für Merchweiler Kosten von jährlich 1294 Euro.