Sondertraining für einen AuswärtssiegTV Merchweiler reist zu Gegner auf Augenhöhe

Sondertraining für einen AuswärtssiegTV Merchweiler reist zu Gegner auf Augenhöhe

Dirmingen

Dirmingen. Wenn sich an diesem Samstag um 16 Uhr der Mannschafts- und Fanbus der Handballfreunde Illtal (HFI) von Dirmingen aus auf seinen 140 Kilometer langen Weg in Richtung Darmstadt macht, dann haben die Spieler bereits Kopf und Kreislauf in Bewegung gebracht: Trainer Peter Monz bittet unmittelbar vor der Abfahrt zum Oberliga-Auswärtsspiel gegen die TG Osthofen zu einem zweistündigen Sondertraining in die Uchtelfanger Sporthalle (12 bis 14 Uhr). "Wenn wir weiter so auftreten wie in den letzten beiden Spielen gegen Saarburg und Saarlouis, dann brauchen wir bald keinen Reisebus mehr zu bestellen, dann steigen wir nämlich ab", mokierte sich der Vorsitzende Erich Hinsberger am freitäglichen Mittagstisch. "Da sind wohl einige in der Mannschaft, die den Ernst der Lage noch nicht wirklich erkannt haben und meinen, gegen Teams wie zuletzt Saarburg könne man die Punkte im Vorübergehen mitnehmen", zürnt er.Mit mageren 12:20 Punkten stehen die Zebras auf Tabellenplatz elf der 16er-Liga. Augenblicklich würden zumindest Budenheim, Untere Saar und Saarpfalz aus der Regionalliga in die RPS-Oberliga absteigen, was fünf Absteiger aus derselben zur Folge hätte. Gleichwohl bemüht der Vorsitzende die Statistik: In der vergangenen Saison gelang den Zebras im zehnten Auswärtsspiel der Saison am Rheinstrand zu Osthofen der zweite Auswärtssieg (31:28). Hinsberger: "Vielleicht ist das ja ein gutes Omen."Geknackt können die ebenfalls taumelnden Osthofer (Tabellenplatz zwölf, 10:22 Punkte, vier Heimspiele gewonnen, vier verloren) durchaus werden, denn "die haben zwei bis drei Schränke im Rückraum, die nicht so schnell zurückkommen", weiß Hinsberger, "wenn sie dann allerdings im Mittelblock stehen, wird's schwer." Mit den wiedergenesenen Leistungsträgern Oliver Zeitz und Sebastian Hoffmann, die beide ein Spiel lesen können, verfügen die HFI wieder über neue alte Stärke. sepMerchweiler. Nach dem perfekten Saisonstart - vier Siege in den ersten vier Spielen, Tabellenführung, Lob beziehungsweise Neid von Freund und Feind - sah es eine Weile so aus, als könne der TV Merchweiler in dieser Saison die Handball-Saarlandliga nach Belieben dominieren. Nach nunmehr elf Spielen stehen die Handballer aus dem Merchweiler Allenfeld auf Tabellenplatz sechs, punktgleich (14:8) mit dem Fünften, TBS Saarbrücken, und dem Vierten, HC Fischbach. Zum Tabellenführer HSG Völklingen sind es nunmehr schon fünf Zähler Abstand.Saisonziel des TV Merchweiler ist jedoch ohnehin nicht der Aufstieg, sondern ein Platz unter den ersten Fünf. Da ist ein Sieg gegen die Gegner auf Augenhöhe doppelt wichtig: So auch an diesem Sonntag um 16 Uhr, wenn die Reise in die Zweibrücker Westpfalzhalle zur VTZ Saarpfalz II geht. Die Regionalliga-Reserve steht mit 9:11 Punkten auf Tabellenplatz acht und ist naturgemäß von Spiel zu Spiel schwer auszurechnen, nicht nur personell.Der TVM wird sich also seiner Saisonauftaktstärke besinnen müssen. Am vergangenen Wochenende allerdings krebsten sich die Merchweiler in heimischer Halle zu einem 29:26-Sieg (10:12) gegen die HF Untere Saar II, davor stand eine deftige Niederlage beim Tabellennachbarn TuS Elm-Sprengen. sep