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Seit 33 Jahren pflegt Merchweiler eine Partnerschaft mit Falicon.

Partnergemeinde Merchweiler : Die Freundschaft ist krisenfest

Seit 33 Jahren pflegt Merchweiler eine lebendige Partnerschaft mit der Gemeinde Falicon.

Seit 33 Jahren unterhält die Gemeinde Merchweiler eine kommunale Partnerschaft mit dem französischen Falicon, einer Vorstadtgemeinde von Nizza. „Und die funktioniert“, versichert Bürgermeister Patrick Weydmann im SZ-Gespräch. „Die Beziehung ist sehr lebendig“, so der Merchweiler Rathauschef. Dafür sorgen regelmäßige Kontakte zwischen Familien und Vereinen aus beiden Orten sowie offizielle gegenseitige Besuche im jährlichen Wechsel. Weydmann erinnert daran, dass es zwischen Merchweiler und Falicon auch schon einen regen Schüler- und Jugendaustausch gab, „aber mittlerweile sind die Strukturen dort etwas anders gestaltet als bei uns“, nennt er Gründe für einen Stillstand auf diesem Gebiet.

Aber auch die übrige Beziehung zwischen beiden Orten leidet derzeit unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. So wollte im Herbst eine Merchweiler Delegation zum jährlichen Besuch in die Partnergemeinde fahren, „aber derzeit sehe ich hierfür keine Perspektive“, bedauert der Merchweiler Bürgermeister. „15 Stunden Busfahrt sind in der derzeitigen Situation nicht machbar“, unterstreicht Weydmann. Zudem, so sagt er weiter, sei bis jetzt von französischer Seite auch noch keine Einladung ausgesprochen worden. „Deshalb wird der diesjährige Besuch wohl nicht zustande kommen“, mutmaßt Weydmann.

Dennoch ist der Merchweiler Rathauschef fest davon überzeugt, dass die derzeitige ungewollte Krise die Beziehungen zwischen den beiden Orten nicht gefährdet. „Trotz aller Grenzschließungen und unnötiger Diskussionen“, sagt Weydmann, „bleibt die deutsch-französische Freundschaft ein wichtiger Pfeiler in der Europäischen Union und dazu trägt auch die sehr gute Beziehung zwischen Merchweiler und Falicon bei“. Als äußeres Zeichen der Partnerschaft über Grenzen hinweg wurde im Jahr 2017 auf dem Vorplatz des Merchweiler Rathauses eine Brüderlichkeitsstele enthüllt, die auf eine Initiative von Hans Reiter, den Vorsitzenden des Vereins für Freizeitkunst Merchweiler zurückgeht. Die Stele wurde von Jugendlichen im Rahmen einer Abenteuerfreizeit im Sommer 2017 erarbeitet und im Beisein von Vertretern beider Orte ihrer Bestimmung übergeben. „Die Stele steht nicht nur als Symbol für die Partnerschaft zwischen unseren beiden Orten, sondern auch für den Frieden zwischen den Völkern“, bekräftigt Patrick Weydmann, der Bürgermeister von Merchweiler.