| 00:00 Uhr

Pläne für Ortskernsanierung gehen voran

Merchweiler. Der Windpark Erkershöhe und die Ortskernserung am Kaisersaalgelände beschäftigten den Ortsrat Merchweiler in seiner jüngsten Sitzung. Zudem wurde für die nächste Legislaturperiode die Reduzierung der Ratsmitglieder von 13 auf neun beschlossen. ani

Ortsvorsteher Patrick Weydmann (SPD ) brachte bei der Sitzung am Mittwochabend den Ortsrat Merchweiler und einige anwesende Bürger auf den neuesten Stand bezüglich Windpark Erkershöhe. Die Investoren RAG Montan Immobilien/Montan Wind und Energy 3K wollen dort gemeinsam drei Windkraftanlagen errichten: auf Friedrichsthaler Bann, auf Privatbesitz auf Merchweiler Bann und im Gemeinschaftswald von Saarforst und der Gemeinde Merchweiler . Für die Gemeinde steht nun die Frage im Raum, ob man einer Verpachtung des Gemeinschaftseigentums zustimmt oder nicht. Der Ortsrat sprach an diesem Abend keine Empfehlung aus. Grund ist, dass der Zweckverband Itzenplitz eine Versammlung angekündigt hat, die man abwarten will: Da bei der Verwirklichung des Windparks Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Itzenplitz notwendig würden, beraten Merchweiler , Schiffweiler und Friedrichsthal im April gemeinsam. Für Unsicherheit sorgt außerdem, dass der Flächennutzungsplan des Regionalverbandes, der die Flächen um die Erkershöhe als mögliche Flächen für Windkraft ausweist, noch nicht rechtskräftig ist. "Es ist noch alles im Fluss, es zeichnet sich keine Entscheidung ab", sagte Weydmann.

Vorangebracht wurde hingegen die Ortskernsanierung. Wie Baumamtsleiter Joachim Dörr erörterte, haben sich die Planungen der Investoren für das Kaisersaalgelände konkretisiert. Die Gemeinde, die die eigenen Planungen für den Übergangsbereich Marktplatz-Hauptstraße darauf abstimmen wolle, könne die Arbeit nun also wieder aufnehmen. Dies sei auch dringend notwendig, da ansonsten Ende des Jahres 67 000 Euro von 261 000 Euro aus der Städtebau-Förderung verloren gingen. "Da gibt's nichts zu diskutieren", sagte Ronny Steil für die SPD . Jürgen Groß erklärte für die CDU , man freue sich, dass es endlich weitergehe. Ebenfalls einstimmig befürwortete man die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans betreffend die Lidl-Filiale dahingehend, dass der Markt seine Verkaufsfläche auf 1300 Quadratmeter vergrößern darf.

Außerdem beschäftigte sich der Rat mit sich selbst und beschloss, zur finanziellen Entlastung der Gemeinde seine Mitgliederzahl in der nächsten Legislaturperiode von 13 auf neun zu reduzieren. Damit passe man den Rat auch der gesunkenen Einwohnerzahl an, so der Ortsvorsteher. Zudem nickte man geänderte Formulierungen in der Satzung der Merchtalstiftung ab und beauftragte außerdem die Gemeinde, für die Bezuschussung der Vereine drei alternative Methoden durchzurechnen und vorzulegen: die derzeit angewendete Berechnung nach Mitgliederzahl, dann eine Berechnung mit Doppelzählung der Aktiven und eine Berechnung mit Doppelzählung der Aktiven, Kinder und Jugendlichen.