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Passagiere des Narrenschiffs waren begeistert

Passagiere des Narrenschiffs waren begeistert

Bei der Kappensitzung der Wemmedsweller Knausekäpp jagte ein Höhepunkt den nächsten. Nicht nur die Chaosladies Gudrun und Almut überzeugten, sondern auch der Nachwuchs und die Tanzdarbietungen.

. "Skeptisch" blickte Oliver Morsch in die Zukunft: Er sorgte sich, "dass die Großeltern irgendwann nicht mehr Elfriede und Rudi heißen, sondern Kevin und Chantal". Doch "Sohn" Leonard zeigte, dass für die zukünftige Generation trotzdem noch Hoffnung besteht. Clever klärte er seinen "Vadder" über die Tücken des Schulalltags auf. Die Büttenrede der Beiden war nur einer von vielen Höhepunkten der Kappensitzung der Wemmedsweller Knausekäpp. Gerade die jungen und ganz jungen Knausekäpp waren es, die dem Abend das gewisse Etwas verliehen. Die "Zwei Teenager" zum Beispiel, die mit kuriosen Reiseerlebnissen auf einem Trip nach England und den oftmals damit einhergehend sprachlichen Missverständnissen vergnügten. Oder die Bambini- und die Minigarde, die passend zum Motto des Abends "Back to the 50s" tänzerisch imponierten. Fast verlegen wurde Tanzmariechen Sophie Jacobs, gerade einmal neun Jahre alt, beim verdienten Applaus nach ihrem Auftritt.

Vater Frank moderierte indes die Veranstaltung. Zwischendurch sorgte er mit dem ein oder anderen Schwank für heitere Gemüter und umschiffte gekonnt diverse Klippen, die mit einigen Tonproblemen zu Anfang der Sitzung zu tun hatten. Mit verschiedensten Unwägsamkeiten hatten auch die "Pastoren" während ihrer Pilgerfahrten rund um die Welt zu kämpfen. Der Rest des Abends lag dann klar in weiblicher Hand. Direkt von der Esoterikmesse ins Kleer-Altenhofen gekommen waren die mittlerweile schon fast "legendären" Chaosladies Gudrun und Almut. Mit angeregten Diskussionen über den Unterschied zwischen Tarot- und Weihnachtskarten und der Suche nach dem inneren Chakra, bei dem die Beiden die tollsten Verrenkungen anstellten, unterhielten sie vorzüglich. Ebenso amüsant: "Es Bäbbsche Dommkäppsche", grade von einer Kreuzfahrt als frisch gewählte Schönheitskönigin zurück, sowie Prinzessin Anne I., die ihren Gatten Kai II. zumindest meistens fest im Griff zu haben schien.

Vor allem überzeugten die Mädels aber tänzerisch: Die Juniorengarde, die in die bunte Welt der Märchen entführte, die Aktivengarde, einmal mit klassischem Gardetanz und einmal in den Landesfarben Mexikos, untermalt von Latinorythmen, ihr ganzes Können zeigte, und deren Trainerin Sarah Borschert, die selbst als Marylin Monroe den Glanz alter Zeiten zurückbrachte.

Auch der Auftritt des Männerbalettes fing den Charme der 50s geschickt ein, während nach viel Geschunkel, Gesang und einem karnevalistischen Flashmob zum Schluss der Abend schließlich zu Ende ging. Wobei die meisten Jecken sicherlich noch bis in die frühen Morgenstunden weiterfeierten.

Zum Thema:

MitwirkendeBüttenreden: Nina Köhler; Leonie Raubuch; Leonard Morsch; Oliver Morsch; Tanja Raubuch; Silke Zewe; Silke Keller; Jörg Palm; Jona Riefer. Tänze: Minigarde (Trainerinnen: Sandra Chassé, Sandra und Nina Köhler); Minigarde (Trainerinnen: Doris Mannbar, Stephanie Haben); Juniorengarde (Trainerin: Madelaine Kläser); Prinzengarde (Trainerin: Sarah Borschardt); Aktivengarde (Trainerin: Sarah Borschardt); Tanzmariechen Sophie Jacobs (Trainerin: Isabell Jacobs) und Sarah Borschardt. jpm