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Oktoberfest
Echter Hüttenzauber auf der Wiesn

Beste Stimmung in  fescher Tracht für Sie und Ihn herrschte bei der  achten  Auflage des Merchweiler Oktoberfestes. 2000 Menschen feierten am Freitag die Eröffnung im Zelt. Am kommenden Wochenende geht es weiter mit der Gaudi.
Beste Stimmung in fescher Tracht für Sie und Ihn herrschte bei der achten Auflage des Merchweiler Oktoberfestes. 2000 Menschen feierten am Freitag die Eröffnung im Zelt. Am kommenden Wochenende geht es weiter mit der Gaudi. FOTO: Andreas Engel /
Merchweiler. „Ozapft is“: 2000 Gäste feierten in Merchweiler die Eröffnung des größten Oktoberfestes an der Saar. Von Andreas Engel

Mit zwei beherzten Schlägen bezwang  der Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann das erste Fass des achten Oktoberfestes in seiner Gemeinde an. „Ozapft is“, hieß es am Freitagabend im proppenvollen Festzelt. Weydmann assistieren so illustre Gäste wie die Rosenkönigin Bianca, die Bierkönigin Denise, ihr Chef Christian Weber (Karlsberbrauerei-Direktor) und natürlich die beiden Erfinder und Realisatoren des Merchweiler Oktoberfestes, Tom Schwarz und Guido Geiger  mit ihren Familien.


Weydmann wurde nicht müde, zu verkünden, dass die Veranstaltung auf dem Kirmesplatz in der Ortsmitte „das größte Oktoberfest an der Saar ist“. Eines steht fest, 2000 gut gelaunte Gäste kamen am Freitag zum Auftakt, am Samstag waren es ebenso viele. Und am kommenden Wochenende werden wieder so viele erwartet.

Nahezu alle hielten sich an den Dresscode Lederhose, Dirndl und kariertes Hemd. Aber fast keiner hielt sich an das Gebot, das überall zu lesen war: „Das Betreten der Tische ist verboten“. Bester Laune waren Sina Gerber, Ann-Cathrine Henkes, Marius Schuh und Nico Lehmann. Das Quartett kommt seit Jahren aus Neunkirchen beziehungsweise Ottweiler nach Merchweiler zum Oktoberfest. Während Marius sich an einer Cola festhält  („ich bin der Fahrer“),  umfassen seine Freunde schon die Maßkrüge, die heuer zu einem ambitionierten Preis von 11,50 Euro samt Inhalt zu haben sind. Die tolle Stimmung und die Musik, die auf Mallorca genauso zündet wie im Bierzelt, sind die wesentlichen Gründe, warum das Neunkircher Quartett im Oktober so gerne nach Merchweiler reist.



Richtige Fans sind auch Conny, Gisela und Dette, die mit ihren Töchtern Christina, Carola und Vivien gekommen sind. Die sechs Frauen haben alleine 140 Euro („hin und zurück“) fürs Taxi bezahlt, um zum Merchweiler Oktoberfest und wieder nach Hause zu gelangen, die charmanten Damen stammen nämlich aus Primstal, und -   „wir kommen jedes Jahr“.

Erstmals, so Veranstalter Schwarz, ist das Zelt vollständig mit Holz verkleidet. Die Gäste sehen folglich keine Zeltplane, sie können sich wie in einer Hütte fühlen, einer sehr große allerdings. 70 Meter lang ist das Bierzelt, rund drei Wochen hat der Aufbau der gesamten Infrastruktur inklusive der sanitären Anlagen  gedauert. 150 Menschen sorgen laut Schwarz dafür, dass alles funktioniert, dass jeder seine Speisen und Getränke erhält, und dass die Sicherheit gewährleistet ist.

Eine aus dem vielköpfigen Kellnerteam ist Nadia Hönsch, im Zivilleben Büroangestellte. Für sie ist es eine Premiere, und vor dem großen Ansturm der Leute mit den bierdurstigen Kehlen  habe sie ganz schön Lampenfieber, „man will ja alles richtig machen“. Später am Abend wird sie feststellen, dass alles doch gar nicht so schlimm gewesen war. Weiterer Höhepunkt im Rahmen der Oktoberfestveranstaltungen in Merchweiler am gestrigen Sonntag war der Festumzug durch den Ort mit Bauernmarkt.

Die Polizei meldet ein recht friedliches Fest, nur am Samstag musste sie zwei Mal wegen Körperverletzungs-Delikten eingreifen.