Neujahrskonzert des Musikvereins Wemmetsweiler

Konzert in Allenfeldhalle Merchweiler : Wechsel von zarten Klängen bis hin zu feuriger Musik

Proppevolles Haus beim Neujahrskonzert des Musikvereins Wemmetsweiler in der Allenfeldhalle.

Die Qualität der Neujahrskonzerte des Sinfonischen Blasorchesters Wemmetsweiler sind über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus bekannt. In der vollbesetzten Merchweiler Allenfeldhalle konnte der Vorsitzende des Musikvereins, Werner Schöne, auch beim 15. Neujahrskonzert Besucher aus allen Regionen des Saarlandes begrüßen. Ein besonderer Gruß richtete Schöne an Gäste, die aus Hamburg zum Neujahrskonzert angereist waren. „Sollte das mit einem Gegenbesuch verbunden sein, so sind wir auch gerne bereit nach Hamburg zu reisen und in der Elbphilharmonie aufzutreten“, stellte der Vorsitzende schmunzelnd und gleichzeitig erfreut über den großen Zuspruch fest. Unter der Stabführung von Stefan Barth präsentierte sich das 55-köpfige Orchester mit einem zweistündigen Programm, das die Besucher in sechs europäische Länder entführte. Gestartete wurde in der Provence mit einer klassischen Bühnenmusik von Georges Bizet. Die „L’Arlesienne Suite“ hatte nach den Worten des Vorsitzenden die Potenz, die Zuhörer von den Sitzen zu reisen. Das Orchesterstücke, Chöre und Melodramen umfassende Werk war ein Wechsel von zarten Klängen bis hin zu stürmisch, feuriger Musik.

Erste Bravo-Rufe des Publikums waren verdienter Lohn für einen begeisternden Auftakt des Konzertes. „Es freut uns immer wieder, vor vollem Haus zu musizieren“, begrüßte auch der Dirigent Stefan Barth die Zuhörer. Er stellte in der Folge die einzelnen Stücke vor und führte in die Musik anschaulich ein. Der US-amerikanische Komponist James Barnes schuf die „Danza Sinfonica“, bei der er die Welt des klassischen Flamencos in den Mittelpunkt stellte. Mit diesem Stück nahm das Orchester seine Gäste mit auf die Reise nach Spanien. Zum Abschluss des ersten Teils des Konzertes machte die Musiker Station in Rumänien. „Der Komponist Thomas Doss war von der original rumänischen Volksmusik so begeistert, dass er sie in einem größeren Werk zusammengefasst hat“, kündigte Barth die „Romanian Overture“ an.

Von langsamen Rhythmen bis zu einem stimmungsvollen Abschluss mit Hurra- und Hey-Rufen der Musiker wurde den Besuchern musikalisch die Stimmung eines rumänischen Volksfestes nahegebracht. „Das Stück war ganz toll“, zeigte sich Berthold Groß begeistert, sowohl von der Musik als auch vom Orchester. „Das Orchester hat einen enormen Klangkörper, ist punktgenau in seinen Einsätzen und bemerkenswert im Vortrag“, lobte Gerd Jakob bereits in der Pause Orchester und Dirigent gleichermaßen.

Der zweite Konzertteil startete in England mit der „Second Suite in F“, von Gustav Holst, einem Musikstück, das auf der Basis von Tanz und Volksmusik komponiert wurde. Als fünfte Station wurde Amerika angelaufen. Beim „The Ghost Ship“ von José Alberto Pina setzte das Orchester die Dramaturgie eines Schiffsunglücks musikalisch in Szene. Der begeisterte Jubel drückte die Anerkennung des Publikums für die hervorragende Arbeit des Orchesters und seines Dirigenten aus. Mit dem Kaiserwalzer von Johann Strauss jr. endete die Reise in Wien und damit das offizielle Programm des Neujahrskonzertes.

„Es gibt bei den Neujahrskonzerte Rituale, die wir mit auch beibehalten wollen“, kündigte Stefan Barth die Musikstücke Auf der Jagd (Johann Strauß Sohn) und den Radetzky Marsch (Johann Strauß Vater) als Zugabe an. Mit Standing Ovations und langanhaltendem Applaus dankten die Besucher für einen begeisternden Konzertabend.