Malen im Schatten der Bäume

Wemmetsweiler. Pinsel, bunte Kreide, Staffeleien, fertige Gemälde - am Sonntag verwandelte sich der Rosengarten in Wemmetsweiler in ein farbenfrohes Freilicht-Atelier. 38 Hobbykünstler aus dem ganzen Saarland waren gekommen, um sich an der interaktiven Ausstellung des Merchweiler Vereins für Freizeitkunst zu beteiligen. Bereits zum fünften Mal richtete der Verein dieses Künstlertreffen aus

Wemmetsweiler. Pinsel, bunte Kreide, Staffeleien, fertige Gemälde - am Sonntag verwandelte sich der Rosengarten in Wemmetsweiler in ein farbenfrohes Freilicht-Atelier. 38 Hobbykünstler aus dem ganzen Saarland waren gekommen, um sich an der interaktiven Ausstellung des Merchweiler Vereins für Freizeitkunst zu beteiligen. Bereits zum fünften Mal richtete der Verein dieses Künstlertreffen aus. "Die Malerei ist mit allen Techniken vertreten. Aber auch Kunsthandwerk ist mit dabei", erklärte Horst Dörr, Vorsitzender des Vereins. Er selbst hatte seine Gemälde im Schatten eines Baumes aufgebaut und arbeitete gerade an einer Landschaftsszenerie. "Menschen und Landschaft, das ist mein Thema", erzählte er weiter und deutete auf das Porträt eines Kindes. Das Besondere an dieser Ausstellung war die Gelegenheit, mit Künstlern ins Gespräch zu kommen. Es ging nicht nur darum, fertige Werke zu präsentieren, sondern auch um das Erklären verschiedener Techniken. "Die Leute fragen sehr viel zu den Farben", erzählte Stephanie Koch. "Und man ist stolz, wenn man was erklären kann." Die Hobbymalerin arbeitet seit drei Jahren mit Acrylfarben. Auf der Leinwand vor ihr entstand gerade eine Landschaft in Rot- und Brauntönen. "Das Thema Afrika und das Asiatische ist etwas, was mir gefällt." Elmar Willié aus Saarbrücken hat sich dem Kubismus verschrieben. Eine seiner Staffeleien zierte ein Gemälde mit einer Person und einem Schachbrett - alles in kräftigen, bunten Ölfarben. In einer eigenen Kinderecke betreute Hans Reiter die Nachwuchskünstler, die an einer echten Staffelei vorgezeichnete Motive wie zum Beispiel eine Prinzessin oder einen Clown ausmalen konnten. 1,50 Euro kostete der Spaß, und der Erlös der Aktion geht an die Hilfsorganisation Plan International. Statt mit dem Pinsel geht Udo Kreyer aus Merchweiler mit dem Schraubenzieher ans Werk, wenn er seine Figuren aus Stahl und Stein herstellt. Ob Katzen, Vögel oder Schlangen - oft sieht der Künstler schon beim Betrachten des Steines, was einmal daraus werden soll. Bereits seit zwei Jahren zeigt er, was man mit etwas Kreativität aus "Abfall und Schrott" machen kann. Um ganz besondere Steine, nämlich Specksteine, ging es bei Richard Hesch und Willi Britz. Für das Bearbeiten der Steine braucht es "eine gewisse handwerkliche Begabung und den Blick fürs Kreative", erklärte Willi Britz. Fingerfertigkeit ist auch bei Patchwork gefragt. Auf dem Tisch von Sigrid Schäfer und Waltraud Kirsch fanden sich Ordnerhüllen aus Stoff oder Figuren wie Katzen und Küken. "Wenn man erst mal mit Patchwork angefangen hat, wird es zur Sucht", gestand Waltraud Kirsch.