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Krankengeld lässt auf sich warten

Krankengeld lässt auf sich warten

Eine SZ-Leser-Reporterin wartete mehrere Wochen lang auf ihr Krankengeld. Ihre Krankenkasse, die DAK, gibt Fehler zu und spricht von einem Personalengpass und technischen Problemen. Inzwischen sei das Geld überwiesen.

Heike Donie aus Merchweiler befindet sich derzeit nach längerer Krankheit in einer Wiedereingliederungsmaßnahme und erhält Krankengeld von der Krankenkasse DAK . Den aktuellen Auszahlungsschein habe sie rechtzeitig am 25. September bei der zuständigen Geschäftsstelle ihrer Krankenkasse in Neunkirchen abgegeben, sagt sie. Dort habe man ihr mitgeteilt, dass das Schreiben umgehend an die Filiale nach Saarbrücken gefaxt und die Überweisung noch am gleichen Tag erfolgen könne, berichtet die SZ-Leser-Reporterin.

Doch bis zum Monatsende sei das Geld noch nicht auf ihrem Konto eingegangen. Deshalb fragte sie bei der DAK in Neunkirchen nach: "Mir wurde mitgeteilt, dass es einen Fehler im Betriebssystem gebe und deshalb keine Auszahlung stattfinden könne", sagt Donie. Wann diese erfolgen solle, hätten ihr die Mitarbeiter nicht sagen können. Von diesen Problemen seien mehrere Versicherte betroffen, hieß es weiter.

Deshalb habe sie eine E-Mail an den Vorsitzenden des Verwaltungsrats der DAK in Hamburg geschrieben, in der sie auf ihre Situation aufmerksam machte: "Ich sitze derzeit ohne finanzielle Mittel hier", heißt es in der Nachricht der dreifachen Mutter. Eine Antwort auf diese E-Mail erhielt sie zunächst nicht. Und auch ein erneuter Anruf bei der DAK in Neunkirchen brachte die SZ-Leserin nicht weiter. Deshalb wandte sie sich an unsere Zeitung.

Der Fehler habe bei der DAK gelegen, erklärte der für das Saarland zuständige Sprecher Claus Uebel auf Anfrage unserer Zeitung. Und dafür entschuldige sich die Krankenkasse bei ihrer Versicherten. Die verspätete Überweisung hänge mit der Verquickung eines Personalengpasses und technischer Probleme zusammen, so Uebel.

Inzwischen sei der Fehler behoben und das Krankengeld angewiesen, versicherte der Sprecher. Er geht davon aus, dass die Überweisung mit einwöchiger Verspätung auf dem Konto der SZ-Leser-Reporterin eintreffen werde. Die entstandenen Bankspesen für die Rückbuchungen werde die DAK übernehmen.

Dass weitere Versicherte von dem Fehler betroffen sind, wollte Uebel dagegen nicht bestätigen. Er betonte, dass es sich hier um einen Einzelfall handele.

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