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Kita- und Schulschließungen in Merchweiler-Wemmetsweiler und Illingen

Kostenpflichtiger Inhalt: Wegen Corona-Infektion : Erste Kita und drei Schulen geschlossen

Kita-Mitarbeiterin mit Corona infiziert. Auch Illtalgymnasium, Gemeinschafts-, und Grundschule Wemmetsweiler zu.

Am Vormittag hatte noch im Illtalgymnasium der Entscheid von „Jugend debattiert“ stattgefunden, am Nachmittag kam dann die Nachricht vom Landkreis Neunkirchen: Das Illtalgymnasium in Illingen (bis 17. März), der Kindergarten Wemmetsweiler (bis 27. März), die Max-von-der-Grün-Schule in Merchweiler sowie die Grundschule in Wemmetsweiler (jeweils auch bis 17. März) müssen aufgrund von Corona-Infektion geschlossen werden.

Das hat das Gesundheitsamt des Landkreises Neunkirchen in Abstimmung mit den Kommunen, dem saarländischen Bildungsministerium und dem Gesundheitsministerium mitgeteilt. Hintergrund ist eine Covid-19-Infektion einer Mitarbeiterin des Kindergartens in Merchweiler-Wemmetsweiler. Der Kindergarten bleibt daher bis einschließlich 27. März geschlossen. Die gleichzeitige häusliche Quarantäne für alle Kinder der Kindertageseinrichtung sowie das tätige Personal wird auf Empfehlung des Gesundheitsamtes in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Merchweiler bis einschließlich 27. März angeordnet.

Der Kreis der Kontaktpersonen wird derzeit vom Kreisgesundheitsamt ermittelt. Aufgrund möglicher weiterer Infektionen von direkten Kontaktpersonen müssen als vorsorgliche Schutzmaßnahme die beiden Schulen in Wemmetsweiler und Illingen bis einschließlich Dienstag geschlossen werden. „Zunächst muss ermittelt werden, ob die in Frage kommenden Verdachtsfälle sich infiziert haben oder nicht. Erst dann können die Schulen wieder öffnen oder muss gegebenenfalls die Schließung auf zwei Wochen ausgeweitet werden“, erläuterte Landrat Sören Meng die Lage.

Die häusliche Quarantäne für alle Schülerinnen und Schüler, das Lehrpersonal sowie sonstige Mitarbeiter der beiden Schulstandorte wird vom Gesundheitsamt bis einschließlich Dienstag, 17. März, empfohlen. Für die weiteren in den jeweiligen Haushalten lebenden Menschen der Betroffenen – also vor allem Eltern, Partner, Kinder und Geschwister – gilt: Für sie kann die häusliche Quarantäne nicht offiziell angeordnet werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt, möglichst ebenfalls zu Hause zu bleiben. Da es sich in diesen Fällen aber um eine freiwillige Quarantäne handelt, müssen berufstätige Personen die Rahmenbedingungen mit den jeweiligen Arbeitgebern klären. Weiterhin teilt das Gesundheitsamt mit, dass eine Testung auf eine Infektion mit dem Covid-19 von allen in häuslicher Quarantäne befindlichen Menschen weder medizinisch sinnvoll sei noch personell gestemmt werden könne. Deshalb gelte hier wie für alle anderen Risiko-Fälle auch: Ein Abstrich sei erst dann sinnvoll, wenn auch Grippe-Symptome wie Fieber oder Husten vorliegen. „In diesem Fall wenden sich die Betroffenen bitte zunächst telefonisch an ihren Hausarzt. Sollte die Arztpraxis nicht erreicht werden können, kann man sich an die Rufnummer 116 117 werden“, heißt es aus dem Landratsamt Dort werden die betroffenen Bürger an einen zuständigen Arzt weiter vermittelt. Die Kreisverwaltung hat eine Hotline für weitere Fragen der Betroffenen eingerichtet, sie ist unter Telefon (06824) 9 06 14 87, -14 88 werktags zwischen 8 und 16 Uhr erreichbar.

Allgemeine Informationen zum Thema Corona-Virus stehen über die Webseite des Landkreises unter www.lknk.de und der Webseite des saarländischen Gesundheitsministeriums unter www.corona.saarland.de oder über die Webseite des RKI zum Corona-Virus www.rki.de/covid-19 zur Verfügung.