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Kaum Raum zur Diskussion um Globus in Neunkirchen

Kaum Raum zur Diskussion um Globus in Neunkirchen

110 Besucher informierten sich in Wemmetsweiler über die geplante Globus-Ansiedlung.

Der Saal im Wemmetsweiler Rathaus war zwar nicht voll, aber etwa 110 Gäste haben am Dienstagabend den Weg zur Podiums- und Informationsveranstaltung zum Thema Globus-Ansiedlung in Neunkirchen gefunden.

Das Podium war zahlreich besetzt. Neben den beiden Bürgermeistern Patrick Weydmann aus Merchweiler und Dr. Armin König aus Illingen waren für die Handel- und Gewerbevereine Roland Saar (Wemmetsweiler), Theo Wilhelm (Illingen) und Jörg Werth (Merchweiler) auf der Bühne, für die Bürgerinitiative Pro Betzenhölle Daniela Kirsch sowie Halina Gebert (Unternehmensberatung Lademann und Partner). Zunächst stellten allerdings Detlef Reinhardt, stellvertretender Ortsvorsteher von Landsweiler-Reden, und Uli Heintz, Geschäftsführer der Lik Nord, das Naturschutzgroßvorhaben Lik Nord vor, zu dessen Kernzone auch die für einen Globus-Markt angedachte Fläche in der Neunkircher Betzenhölle gehört.

Heintz erläuterte dabei auch, was bereits in dem vom Bund mit zwölf Millionen Euro geförderten Vorhaben umgesetzt worden ist. Und er betonte, bei der Betzenhölle handelte es sich um einen alten Wald mit einem Buchenbestand, der zwischen 80 und 100 Jahre alt sei. Über zwei Stunden griffen die Podiumsgäste danach viele bereits öffentlich diskutierten Argumente gegen eine Globus-Ansiedlung auf, vom ökologischen Aspekt bis zur Frage des befürchteten Geschäftssterbens, sollte ein großer Einkaufsmarkt tatsächlich am Rand der Stadt Neunkirchen entstehen.

Dadurch war für eine Diskussion im Anschluss aufgrund der fortgeschrittenen Stunde nur noch wenig Raum. Ein älterer Herr allerdings sprach davon, dem involvierten Umweltministerium müsse man einmal auf die Füße treten, nachdem Bürgermeister König darüber berichtet hatte, wie schwierig es ihm gemacht werde, Einsicht in nach seiner Einschätzung eigentlich öffentliche Unterlagen zu bekommen. Der Bürger: "Das sind DDR-Verhältnisse."