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Kappensitzung der Ki-Ka-Ju Merchweiler machte wieder Spaß

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht in Merchweiler : Überraschung: Landrat in der Bütt!

Bei der Ki-Ka-Ju in Merchweiler kam Sören Meng als sein eigener Hausmeister. Dazu gab es jede Menge weitere Knaller.

Man sagt, dass die Tanzgarden das Aushängeschild eines Karnevalsvereins seien. Mit seinen Tanzgruppen hat der Karnevalsverein Ki-Ka-Ju Merchweiler ein sehr prächtiges Aushängeschild, wie sich am Samstag im voll besetzen Saal des katholischen Vereinsheims zeigte. „Mehr als 80 Mitglieder haben unsere Gardeabteilungen. Wir sind sehr stolz drauf. Es gibt fast schon richtige Dynastien in unserer Garde, da bereits oft Mütter, Tanten oder Schwestern der jetzigen Gardemitglieder in den Tanzgruppen schon engagiert waren oder noch sind“, erklärte die Sitzungspräsidentin Brigitte De Pizzol. De Pizzol moderierte charmant und erfahren die Kappensitzung, die unter dem Motto „Die Welt eiert, die Ki-Ka-Ju feiert“ stand. Die Ki-Ka-Ju bewies mit ihrem Sitzungsprogramm wieder einmal, dass sie es versteht, eine Kappensitzung zu organisieren, die beim Publikum ankommt.

Mit dem Showtanz „Der Frühling ist da!“ eröffneten die Minis der Garde die Sitzung. Liebevoll als Bienen und Blumen kostümiert zeigten die kleinen Tänzerinnen mit viel Spaß ihr Können. Das Publikum war begeistert und zollte gerne Applaus.

Temperamentvoll und energiegeladen waren die Darbietungen des Tanzpaares Fabienne und Lisanne Flausse sowie der Tanzmariechen Jana König und Emely Bruhn. Noch sechs weitere Tanzformationen traten im Verlauf des Abends auf und boten – vielfach auf Profiniveau – traditionellen Gardetanz als auch Showtänze zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen. Das von Michael Marx trainierte Männerballet zeigte dabei mit seinem Auftritt „Die irischen Kobolde und der Schatz am Ende des Regenbogens“, dass die Zeit des Männerballets als alberne Lachnummer vorbei ist. Stimmige Choreografie, Akrobatik und Präsentation gehören auch hier mittlerweile zum Standard.

Aber auch mit den Büttenreden konnte die Ki-Ka-Ju punkten. Als „Vier Freundinnen“ übernahmen Lara Strempel, Selina Kurzenhäuser, Yasmin Holzheid und Hannah Kratschan erfolgreich die immer etwas heikle Aufgabe des Eisbrechers. Mit großen Wortwitz und manchmal deftigem Humor ließen sie sich über den alltäglichen Wahnsinn des Teenagerlebens aus, das sie um Parties, Traummänner, Eltern, Führerschein und die unvermeidliche Schule dreht.

Eine Überraschung war der Auftritt von Landrat Sören Meng. Als „Hausmeischder des Landrats“ gab er witzig, kritisch und spitzfindig Einblick in das, was vor und hinter den Kulissen im Landratsamt so abläuft. Unter Beifall resümierte er schließlich, dass der für Politiker wohl beste Platz auf den Wahlplakate sei, da man sie von dort immer schnell und geräuschlos entfernen könne. Insgesamt standen fünf Büttenreden auf dem Programm.

Auch gab es an diesem Abend Auszeichnungen für langjährige Mitglieder. Holger Hassel, Vorsitzender der Ki-Ka-Ju, ehrte für elf Jahre Mitgliedschaft: Carsten Hell, Susanne und Jörg Fassian, Emely Bruhn, Hannah Kratschan sowie Lara Strempel. Beate Bungert erhielt eine Auszeichnung für 33 Jahre aktive Vereinszugehörigkeit.

Hassel führte des Weiteren aus, dass es bei Ki-Ka-Ju Tradition sei, in den Veranstaltung Spenden für einen karitativen Zweck zu sammeln. In diesem Jahr seien die Spenden für das Kinderhospitz- und Palitivteam Merchweiler bestimmt. Es kamen auf der Veranstaltung 250 Euro zusammen. Auf der Mädchensitzung hatte man schon 419,19 Euro gesammelt.