In Merchweiler ging es um den Verbrauchermarkt

Ortsrat : Neue Planung für Verbrauchermarkt

Ortsrat Merchweiler einig bei Bebauungsplan für Wasgau-Gelände.

Die Neugestaltung des Wasgau-Verbrauchermarkts in Merchweiler samt seinem Umfeld beschäftigt weiter die kommunalen Gremien. Nach dem Ortsrat Wemmetsweiler und dem Bau- und Umweltausschuss hat sich am Freitagabend auch der Ortsrat Merchweiler noch einmal mit der Thematik befasst. Grund ist der geänderte Bebauungsplan, nachdem der Gemeinderat im Oktober die ursprüngliche Planung mit einer Zufahrt über die Straße Im Solch verworfen und beschlossen hatte, dass ein neuer Entwurf des Bebauungsplans vorzulegen ist. Der wurde zwischenzeitlich erstellt und ist aufgrund seiner Änderungen erneut öffentlich auszulegen.

Der Wegfall der vorgesehenen Ein- und Ausfahrt wird darin durch die Ausweisung einer Grünfläche im Einmündungsbereich gewährleistet. Zudem wird im Bereich der Anlieferungsstraße ein Wendehammer angelegt, damit die Lieferfahrzeuge im Bereich des Parkplatzes vor dem Markt keine riskanten Wendemanöver mehr vollführen müssen. In der Sitzung am Freitag machte Hans-Gerhard Jene von der CDU deutlich, dass letztlich der Druck der Anwohner zu dem einstimmigen Votum im Gemeinderat geführt hatte. „Mit dem geänderten Bebauungsplan ist das jetzt eine gute Sache“, befand der Fraktionssprecher der CDU. Bürgermeister Patrick Weydmann von der SPD betonte bei der Aussprache im Ortsrat, dass „auch der Investor nach harter Verhandlungsrunde die Änderungen akzeptiert“ hat. Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Hans-Werner Becker (SPD) hat der Ortsrat sowohl den neuen Entwurf des Bebauungsplans gebilligt wie auch die erneute Offenlegung beschlossen.

In der Jahresabschlusssitzung ging es auch um die Merchtalstiftung. Rechenschaftsbericht 2017 und Geschäftsplan 2018 wurden befürwortet. Bei der Aussprache über dringend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen der Gemeinde im Bereich der Parkanlage Allenfeldseiters war der Ortsrat geteilter Meinung. Dort wurden bei mehreren Bäumen Schäden festgestellt, die eine Gefährdung darstellen. Die Gemeinde hat deshalb einen Gutachter beauftragt und der hat empfohlen, nahezu alle untersuchten Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit zu fällen. Die SPD-Fraktion akzeptiert das als wichtige Sicherheitsmaßnahme. „Wir verlassen uns auf die Meinung des Gutachters und vertrauen seiner Entscheidung“, stellte Fraktionssprecherin Doris Cullmann klar. Die CDU-Fraktion brachte ihre Bedenken durch Stimmenthaltung zum Ausdruck. Fraktionssprecher Jene begründete das Abstimmungsverhalten mit schlechten Erfahrungen bei solchen Maßnahmen in der Vergangenheit. „Andererseits ist die CDU-Fraktion nicht der Steigbügelhalter für einen Kahlschlag“, meinte der Fraktionschef ergänzend. Die Arbeiten werden durch Fachkräfte des Baubetriebshofes ausgeführt und sie werden die Fläche so aufbereiten, dass eine Aufforstung vorgenommen werden kann.

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