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Horn trifft Harfe, Klavier und Percussion

Wemmetsweiler. Außergewöhnliche Klänge, dargeboten von Magdalena Ernst (Horn), Mariam Fathy (Harfe) und Max Riefer (Percussion), begeisterten das Publikum des Preisträger- und zugleich Jubiläumskonzertes. Maria Boewen-Dörr

Zu einem außergewöhnlichen Konzert hatte die Gemeinde Merchweiler in den großen Kuppelsaal des Rathauses eingeladen. Dort fand das Jubiläumskonzert "20 Jahre Jugend musiziert" statt. Das Jubiläum nahmen die Organisatoren, die bis dato regelmäßig zu Konzerten mit Preisträgern des gleichnamigen Landes- und Bundeswettbewerbs eingeladen hatten, zum Anlass, junge Musiker auftreten zu lassen, die bei einem oder mehreren Konzerten bereits mitwirkten und heute erfolgreich ihren Beruf als Solo- und Orchestermusiker ausüben.

Am Horn war Magdalena Ernst zu hören und begeisterte bei allen Interpretationen mit der besonderen Klangfarbe, die sie ihrem Instrument entlockte. Sie spielte Stücke von Volker David Kirchner , Richard Strauß und Robert Schumann . Mit Schumanns Adiagio und Allegro op. 70 eröffnete sie den Konzertnachmittag. Adagio und Allegro, op. 70 sind in ihrer Originalfassung für Horn und Klavier ein instrumentales Experiment, nämlich eines der ersten romantischen Kammermusikwerke für modernes F-Horn. Es entstand im Februar 1849, zeitgleich mit dem berühmten Konzertstück für vier Hörner und Orchester. Magdalena Ernst wurde von ihrer Mutter Jutta Ernst am Klavier begleitet.

Mariam Fathy spielte an der Harfe Werke von Carl Philipp Emanuel Bach , Ludwig Spohr und Gabriel Fauré. Dieses liebliche Instrument, das sehr gern von Frauen gespielt wird, hatte Georg Friedrich Händel in seinem Konzert op. 4 Nr. 6 B-Dur solistisch herausgestellt. Mariam Fathy interpretierte auch dieses besondere Werk. Sie spielte zart und kräftig, die Interpretationen wirkten klar und magisch zugleich. Die Harfenistin gab mit ihrer gefühlvoll vorgetragenen Musik Impulse für eigene Träumereien.

Max Riefer, Perkussion, präsentierte Kompositionen von Vinko Globokar , Keiko Harada und Askell Masson, der sein Werk "Prim" nach einem rhythmischen Muster, das die ersten 15 Primzahlen geben, aufbaute. Seine Interpretationen bekannter Künstler sowie seine Eigenkomposition aus dem Jahre 1983 waren vom Rhythmus her interessant, außergewöhnlich und packend. Es gelang ihm immer wieder die Individualität seiner Instrumente auszudrücken oder als sprechender Schlagzeuger weitere besondere Akzente zu setzen.

Zirka 80 Besucher lauschten gespannt den außergewöhnlichen Darbietungen. Sie erlebten talentierte Musiker, die nicht alltägliche Musik präsentierten.

Für ihre glanzvollen Darbietungen ernteten die Künstler viel Applaus und lobende Worte von Bürgermeister Walter Dietz .