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Wie früher
Kräftig schnitzen für die Geisterabwehr

Kreativität war beim Rübenschnitzen gefragt – und volle Konzentration am Schnitzmesser.
Kreativität war beim Rübenschnitzen gefragt – und volle Konzentration am Schnitzmesser. FOTO: Maria Boewen-Dörr
Merchweiler. Trotz des trockenen Sommers gab es genügend Rüben, aus denen die Kinder in Merchweiler Gruselgesichter schnitzen konnten. Von Maria Boewen-Dörr

Beim Obst- und Gartenbauverein herrschte am Sonntag reger Betrieb. Besonders der Vereinsnachwuchs war präsent, weil die Jungs und Mädchen aus faden Rüben gruselige Grimassen schnitzen durften. Mit Messer, Löffel oder einem Eisportionierer bewaffnet, machten sich die Teilnehmer ans Werk. Unterstützt wurden sie natürlich von ihren Eltern, denn mit viel Kraftaufwand musste die Futterrübe ausgehöhlt werden. Hilfe gab es aber auch von den Vereinsmitgliedern, die mittels Akku-Schrauber mit Fräseinsatz blitzschnell die Rüben für die Gesichtschnitzereien vorbereiteten. Zudem stellten sie jede Menge Werkzeug bereit. Mit Feuereifer ging’s anschließend beim Grimassen fabrizieren zur Sache. Mit einem Edding wurde das gruselige Gesicht gezeichnet und dann mit Begeisterung ausgeschnitten.


Die Rüben kamen aus Blieskastel-Webenheim. „Wir hatten aufgrund der Trockenheit Bedenken, ob wir überhaupt Rüben in einer passablen Größe bekommen“, sagte der Vorsitzende Dieter Berg. Aber dann wurde geliefert – 61 an der Zahl mit einer optimalen Größe, die prima geeignet sind, „Geister“ zu vertreiben. Denn in den kommenden Nächten wird an so mancher Haustür den Passanten eine gruselige Fratze entgegenleuchten, die in Merchweiler geschnitzt wurde.