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Modernes Lernen im Team
Grundschulneubau wird konkret

Teamunterricht mit modernen Methoden – das soll in der neuen Grundschule im Allenfeld in Merchweiler möglich werden. Das Projekt wurde im Gemeinderat vorgestellt.
Teamunterricht mit modernen Methoden – das soll in der neuen Grundschule im Allenfeld in Merchweiler möglich werden. Das Projekt wurde im Gemeinderat vorgestellt. FOTO: dpa / Andreas Arnold
Merchweiler. Gemeinderat Merchweiler setzt Wettbewerb für Projekt im Allenfeld in Gang. Gebührenerhöhung für Vereine. Von Heike Jungmann

Wer am Dienstagabend die Gemeinderatssitzung in der Merchweiler Allenfeldhalle aufmerksam verfolgt hat, lernte viel über ein modernes Schulkonzept. Es sollte flexibel, nachhaltig, sicher, anpassungsfähig und zukunftsfähig sein. Weg von der Flurschule mit festgefahrenen Klassenstrukturen, hin zum modernen Teamunterricht. Der avisierte Neubau der Grundschule im Allenfeld soll eine „Zukunftschance für moderne Bildung in Merchweiler“ werden. Mit diesen Worten stimmte Dietrich Maltz, technischer Angesteller der Gemeinde Merchweiler, die Zuhörer, darunter auch Vertreter der Grundschule, auf seinen Vortrag ein. Denn es werde konkret mit dem Vorhaben, den im Jahr 1960 eröffneten und durch Bergschäden buchstäblich in Schieflage geratenen Grundschulbau durch einen zeitgemäßen Neubau zu ersetzen, sagte Bürgermeister Patrick Weydmann (SPD).


Bevor der Gemeinderat die Verwaltung einstimmig damit beauftragte, Leistungen für einen Wettbewerbsbetreuer auszuschreiben und Angebote zur Vermessung des vorgesehenen Bebauungsbereiches einzuholen, gab Maltz einen Einblick in das angedachte Konzept. Als Vorbild dienen die Empfehlungen für einen zeitgemäßen Schulhausbau in Baden-Württemberg. Architektonisch sind keine Vorgaben gemacht, nur inhaltlich. Flexible Trennwände zwischen zwei Klassen sollen Teamarbeit in einer gemeinsamen Zone ermöglichen. Grundsätzlich soll die Schule als Lebensraum begriffen werden, der sich nach außen öffnet und auch von Nichtschülern genutzt werden kann. Vorgeschlagen ist eine Gesamtfläche von 1712 Quadratmetern, die südlich des jetzigen Schultrakts II Platz finden könnten. Der Bürgermeister versprach, alle Betroffenen intensiv in die Planungen einzubinden. „Nichts ist in Stein gemeißelt.“ Stand heute werde von einem Gesamtvolumen von rund 5,5 Millionen Euro ausgegangen, davon müsste die Gemeinde zwei Millionen aufbringen. Ein „sehr großes Projekt“ also für die kleine Gemeinde. Zumal es niemanden überraschen würde, wenn die neue Grundschule letztendlich – ein Datum wurde nicht genannt – mehr als die 5,5 Millionen Euro kosten würde.

Bürger, die die umgestaltete Grüngutannahmestelle der Gemeinden Schiffweiler und Merchweiler in Stennweiler nutzen wollen, müssen Gebühren zahlen. Der Gemeinderat Merchweiler verabschiedete mit 26 Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen aus der CDU-Fraktion folgende Ordnung: Eine Jahreskarte ist für 24 Euro im Rathaus erhältlich. Für eine Einzelanlieferung werden vier Euro fällig, für Anlieferungen im Container neun Euro pro Kubikmeter. Mehrheitlich billigte der Rat außerdem den Bebauungsplan für ein Wochenendhaus in Wemmetsweiler. Unstrittig ist in Merchweiler, dass der Wasgau-Markt, der modernisiert werden soll, wichtig für die Versorgung der Bevölkerung ist. Sorgen macht den Anwohnern jedoch der Plan, eine zusätzliche Ein- und Ausfahrt zur Straße Im Solch für die Anlieferung zu bauen. Die Verwaltung, die bei drei Enthaltungen mehrheitlich mit dem Beschluss zur Offenlage beauftragt wurde, lud die Bürger zur Stellungnahme zum Bebauungsplan ein.



Nach 34 (!) Jahren  beschloss der Rat bei einer Enthaltung, die Gebühren für die Nutzung der Schulsportgebäude zu erhöhen. Merchweiler Vereine zahlen nun 3,50 Euro die Stunde statt 1,15 Euro, externe Nutzer 4,50 Euro statt 3,45 Euro. Damit liege die Gemeinde im unteren Schnitt, sagte Weydmann gestern der SZ. > Bericht folgt