Großbrand auf dem Bauernhof

56 Rettungskräfte bekämpften gestern einen Großbrand auf einem Merchweiler Bauernhof. Verletzt wurde aber niemand. Warum die Scheune mit den Heuballen Feuer fing, steht noch nicht fest.

. Der Brand ist schon von Weitem zu riechen. Über ganz Merchweiler liegt eine Glocke aus Rauch. Um 12 Uhr mittags war gestern die Meldung bei der Feuerwehr eingegangen, dass im Merchtal ein Bauernhof brennt. Die Wehren aus Merchweiler , Wemmetsweiler und Illingen rücken aus. Als sie vor Ort eintreffen, steht die Scheune, in der glücklicherweise nur Heu gelagert wird, lichterloh in Flammen. Ein Spezialfahrzeug der Neunkircher Feuerwehr, das 5000 Liter Wasser fasst, kommt zur Unterstützung. Insgesamt sind 56 Rettungskräfte im Einsatz. "Nach ungefähr einer Stunde hatten wir das Feuer unter Kontrolle", erklärt der Einsatzleiter, Kreisbrandinspekteur Werner Thom. Dabei geht es vor allem darum, zu verhindern, dass das Feuer übergreift. Tiere gibt es auf dem Bauernhof nicht mehr, auch Menschen werden nicht verletzt. Allerdings wird ein Traktor mit Anhänger ein Raub der Flammen.

Doch auch als das Feuer unter Kontrolle ist, brennen und glühen die Heuballen weiter. Dicker Rauch steigt noch Stunden später von der Scheune auf. Beinahe überall in Merchweiler riecht es nach Feuer. Die Anwohner halten die Fenster geschlossen. Vom Dach der Scheune ist da kaum noch etwas übrig, die Fensterscheiben sind unter der Hitze geborsten, immer wieder fallen Glassplitter herab. "Wir müssen versuchen, das Heu auseinander zu ziehen und dann zu löschen", sagt Thom. Zuerst aber rücken Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät vor und bekämpfen den Brand weiter in der Scheune. Dann erst kann ein Feuerwehrmann mit einem Traktor in die Scheune fahren und die glimmenden Ballen auseinander ziehen, um sie zu löschen.

Über die genaue Brandursache ist derweil noch nichts bekannt. Am späten Abend untersucht die Kriminalpolizei routinemäßig die Scheune nach Spuren. Thom will der Untersuchung nicht vorgreifen: "Da gibt es so viele Möglichkeiten, wie so etwas passieren kann."