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Gemeinderat Merchweiler unterhielt sich über Kita-Neubau

Gemeinderat : In Merchweiler reifen Pläne für eine neue Kita

Unternehmen „Kinderzentren Kunterbunt“ aus Nürnberg stellt Gemeinderat sein Konzept vor.

Die Gemeinde Merchweiler will ihr Angebot an Kindergartenplätzen erweitern. Eine weitere Kindertageseinrichtung soll geschaffen werden. Als möglicher Kooperationspartner kommt die Gesellschaft „Kinderzentren Kunterbunt“ aus Nürnberg in Betracht, die bundesweit als staatlich und kommunal anerkannter Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen tätig ist. Nachdem die Gemeindeverwaltung im Frühsommer erstmals Kontakt mit der Geschäftsführung der gemeinnützigen GmbH aufgenommen hatte, wurde am Donnerstag der Gemeinderat über das Konzept und die Abläufe des Unternehmens informiert. In der Sitzung in der Allenfeldhalle stellte hierzu Norman Kuhn, einer der Projektleiter der Kinderzentren Kunterbunt, in einer knapp einstündigen Präsentation das Unternehmen und seine Philosophie vor.

Die Institution, die 1998 in Nürnberg gegründet wurde, betreibt in ganz Deutschland derzeit 92 Einrichtungen, „aber leider bisher noch keine Kita im Saarland“, bedauerte der Projektleiter. Das soll sich aber ändern. Merchweiler könnte eine Pilotfunktion übernehmen. Ob hierfür ein Neubau erforderlich wird oder vorhandener Baubestand genutzt werden kann, ist derzeit noch offen.

Als Standort für einen möglichen Neubau kommt eine Fläche der RAG in der Wolfskaul in Frage, „aber das ist zurzeit noch kein Bauland“, merkte Kuhn an. Deshalb soll für diesen Bereich jetzt Baurecht geschaffen werden und nach Einschätzung des Projektleiters könnte Ende 2022/Anfang 2023 mit der Fertigstellung einer neuen Betreuungseinrichtung gerechnet werden. In nächster Zeit müssen nun die Gremien der Gemeinde „in die Materie einsteigen“, wie es Bürgermeister Patrick Weydmann (SPD) in der Sitzung formulierte, „und insofern werden wir weiter miteinander zu tun haben“, meinte der Verwaltungschef gegenüber dem Projektleiter.

Die übrigen Tagesordnungspunkte waren in der Sitzung schnell abgehandelt, weil sie größtenteils zuvor schon in den Ortsräten und in den Ausschüssen beraten waren. Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates wird im städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde und den Pfalzwerken Ludwigshafen zur Erschließung des Baugebietes „Kässeiters, 2. Bauabschnitt“ eine geringfügige Änderung vorgenommen. Danach wird neu geregelt, dass die Gemeinde die Fertigstellung der Bepflanzung des Spielplatzes in dem Bereich übernimmt. Grünes Licht gab es auch für die nächsten baurechtlichen Schritte beim Vorhaben bezogenen Bebauungsplan „Wohnbebauung zum Striedt“ in Wemmetsweiler.

Ebenfalls einstimmig, jedoch mit einer Enthaltung, hat der Gemeinderat die Saarbrücker Prüfungsgesellschaft W+ST Publica GmbH zum Prüfer für den Jahresabschluss 2020 des Abwasserwerks und für den Abschluss des Hallen- und Freizeitbetriebs der Gemeinde bestellt. Ohne Einwände hat der Rat den Wirtschaftsplan 2021 des Abwasserwerks als Eigenbetrieb gebilligt. Erfreulich für die Grundstückseigentümer in Merchweiler: der Gemeinderat hat ebenfalls einstimmig eine Änderung der Abwassergebührensatzung verabschiedet und danach brauchen die Merchweiler Bürger ab 1. Januar weniger Schmutzwassergebühr und weniger Niederschlagswassergebühr zu bezahlen.