Freizeit-Künstlern über die Schulter sehen

Wemmetsweiler · Umherschlendern, schauen und das ein oder andere Werk erstehen. All das konnten die Besucher gestern beim Künstlertreff des Merchweiler Vereins für Freizeitkunst tun. Zur Schau gestellt wurde unter anderem Aquarell-, Acryl- und Öltechnik der Malerei. Darüber hinaus gab es auch Keramik-, Holz- und Textilarbeiten zu bewundern. Doch das Ziel dieses Hobbykünstler-Treffens war laut Vereinsvorsitzenden Hans Reiter nicht der Verkauf eines Werks. Vielmehr stand der Spaß im Vordergrund.

 Margit Daut ließ sich beim Malen von Rosenkönigin Aline I. und anderen Besuchern zuschauen. Foto: A. Meyer

Margit Daut ließ sich beim Malen von Rosenkönigin Aline I. und anderen Besuchern zuschauen. Foto: A. Meyer

Foto: A. Meyer

Grün, blühende Rosen und dazwischen überall Gemälde und andere Kunstwerke. Beim Künstlertreff des Merchweiler Vereins für Freizeitkunst im Rosengarten in Wemmetsweiler konnte man am Sonntag wunderbar umherschlendern, gucken und - wer wollte - auch das ein oder andere Werk erwerben.

Und man konnte den Fachsimpeleien der Hobby-Künstler lauschen und beispielsweise erfahren, warum diese Malerin Rot-Brauntöne verwendet, jene lieber Blautöne.

Der Vorsitzende Hans Reiter begrüßte die Besucher und dankte der Gemeinde, mit der zusammen man das Treffen alle zwei Jahre veranstaltet, sowie weiteren Unterstützern. Etwa die Hälfte der rund 40 Aussteller seien Vereinsmitglieder, erklärte er, die übrigen Hobbykünstler aus der gesamten Umgebung.

Für die Gemeinde sprach der Beigeordnete Marlo Christiaens ein Grußwort, für den Landkreis Rosenkönigin Aline I. Schmolze.

Dass man ein Werk verkaufen könne, erklärte Reiter, komme ab und zu vor und man freue sich dann ganz besonders. Doch dies sei nicht das Ziel des Treffens. "Es geht um den Spaß am Vergnügen."

Zu sehen gab es Aquarell-, Acryl-, Öl- und andere Techniken der Malerei . Außerdem ein paar Keramik-, Holz- und Textilstücke. Marita Schirra-Saar und Rita Wagner beispielsweise zeigten Kopien berühmter Werke, jedoch mit eigenen Einflüssen. "Am Anfang muss man bei anderen abgucken", erklärten sie. Man müsse allerdings nach dem Tod eines Künstlers eine Frist abwarten, bis dies erlaubt sei.

Persönliche Eindrücke, wie beispielsweise den eines Bücherregals, setzt hingegen Lorenz Klein bevorzugt um.

Ganz besonderes handwerkliches Können verrieten die Bilder von Horst Dörr, dem Gründer und ehemaligen Vorsitzenden des Gastgeber-Vereins.

Beeindruckende Genre-Szenen erinnerten an die alten Meister, Landschaften griffen den Impressionismus auf. "Kunst ist die Macht des Gehirns über die Hand", so Horst Dörr. Dieser müsse gelingen, zu verwirklichen, was die Vorstellungskraft sich erdacht habe.

Am Stand von Margit Daut bildete sich schnell eine Menschentraube. Man schaute ihr über die Schulter, als sie vorsichtig die Farben auf die Leinwand tupfte, immer wieder ihre Vorlage zur Hand nehmend und vergleichend. Ein Saarbrücker Café male sie, in Öl. "Acrylfarben trocknen einem bei diesen Temperaturen am Pinsel ein".

Wem zwischendurch nach einer Stärkung war, der konnte sich in der gemütlich eingerichteten Laube an der Gaststätte verköstigen lassen.