Fehlende Rathaus-Aufzüge moniert

Der Behindertenbeauftragte Kurt Weber nannte im Merchweiler Gemeinderat die fehlenden Aufzüge eine „Schande“. Lob gab es für die Arbeit im Jugendzentrum.

Der Jugendtreff in der Gemeinde, der Bericht des Behindertenbeauftragten und die Vergabe der gewerblichen Baugrundstücke im Gebiet Altwies-Schmitzwies sind in der Sitzung des Gemeinderats Merchweiler am Donnerstagabend besprochen worden. Außerdem stimmte der Rat den Investitionsplänen bis 2020 zu.

Vor rund einem Jahr öffnete der Jugendtreff "Splash" in Merchweiler seine Pforten. Wie sich inzwischen alles entwickelt hat, davon berichtete Sozialpädagogin Katharina Ebersoldt dem Gemeinderat. "Wir haben inzwischen rund 27 Stammbesucher im Alter von 12 bis 16 Jahren, die uns mehrfach im Monat besuchen", so Ebersoldt. Neben spannenden Aktionen für die Jugend, wie einem Fußballturnier oder einem Graffiti-Workshop, arbeiten in der AG "Offener Treff" selbst acht Jugendliche an der Gestaltung der Räumlichkeit mit. Ebersoldt, die den Wunsch äußerte, ihre Stelle zumindest auf eine Tätigkeit mit 75 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zu erhöhen, fand Gehör und lobende Worte beim Rat. Reinhold Schuh (CDU) lobte zudem die Integrationsarbeit, die durch den Jugendtreff geleistet werde.

Kritisch äußerte sich Kurt Weber als Behindertenbeauftragter der Gemeinde in seinem Bericht. Als "Schande" bezeichnete er den Umstand, dass es trotz rund 1200 körperlich beeinträchtigter Menschen der Gemeinde noch immer keine Aufzüge in den Rathäusern gebe. Bürgermeister Patrick Weydmann (SDP) versicherte Weber, man nehme seine Worte ernst: "Wir gehen alles Schritt für Schritt an", erklärte er und verwies dabei auch auf das Investitionsprogramm der Gemeinde.

Genau das wurde - wenn auch mit kritischen Stimmen seitens der CDU-Fraktion - angenommen. Darin enthalten sind rund 100 000 Euro, die in den Ausbau der Grundschule fließen, und die weitere Erschließung des Gewerbegebietes Schmitzwies in 2017 (rund 900 000 Euro).

Zu eben diesem Gewerbegebiet wurde vom Bürgermeister nun die Vergabe der Baugrundstücke bekannt gegeben. In Zukunft werden sich unter anderem das Fensterbauunternehmen Christian Niklas und die Bäckerei A. Rullof im Gewerbegebiet befinden.