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Ortsrat Merchweiler
Es wird gebaut: Grundschule und Märkte

Merchweiler. Merchweiler Ortsrat beschäftigte sich mit den Großvorhaben in der Gemeinde. Gemeinderat tagt am Dienstag.

Noch ein Jahr, dann geht es los. Dann wird in Merchweiler eine neue Grundschule im Allenfeld gebaut. „Das ist ja momentan eher ungewöhnlich“, sagt Merchweilers Bürgermeister Patrick Weydmann nach der Sitzung im SZ-Gespräch. In Merchweiler allerdings ist das unvermeidbar. Der Altbau ist 1,50 Meter in Schieflage. „Da können Murmeln kullern von einem Ende zum anderen“, sagt der SPD-Politiker. 100 Meter Luftlinie von der alten Schule wird deshalb ab 2019 neu gebaut. „Das Gute ist, wir können die alte Schule nutzen, bis die neue fix und fertig ist.“ Erst dann wird abgerissen. Ortsvorsteher Werner Becker sieht dem auch etwas wehmütig entgegen. Schließlich, so verrät er der SZ, war die Einschulungsklasse Beckers damals die erste, die in den damaligen Neubau einzog. Der Schulneubau ist die größte Investition auf dem Programm für die Jahre 2017 bis 2021, das vom Ortsrat in der Sitzung am Mittwoch in der Allenfeldhalle einstimmig verabschiedet wurde. Auch der Brückenneubau der Eisenbahnbrücke über Eisenbahnstraße/Waldstraße und das Baugebiet Kässeiters, in dem gemeinsam mit den Pfalzwerken 30 Baustellen bedient werden. Einstimmige Zustimmung auch für die Entwürfe der Satzung 2018/2019 und die Fortschreibung des Sanierungsplanes.


Ebenfalls einig waren sich SPD und CDU in Bezug auf die Urnenwandanlage. Der Ruheplatz soll seine Vollendung durch eine Granitstele erhalten. „Ein echter Eyecatcher“, sagt Weydmann. Die Idee dazu stammt aus den Reihen des Ortsrates und des Bauamtes. Gewünscht hatten sich die Bürger ursprünglich einen Platz, an dem man etwas ablegen kann, Kränze beispielsweise. „Diese Lösung hier, die hat schon einen richtig spirituellen Ansatz“, erklärt Weydmann. Im Rund der Urnenwandanlage (“die sehr gut ankommt“, Becker). sollen Bänke und die Stele mit einem solarbetriebenen ewigen Licht künftig zum Gedenken einladen, sollen ein Platz sein, um Ruhe zu finden.

Noch keine Ruhe gibt es in Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Wasgau. Weydmann erinnert: Nach dem Alid-Neubau zieht jetzt Lidl nach, Rewe ist neu gestaltet. Bei Wasgau wird nur noch das Bau-Gerippe bleiben, hier wird völlig neu gebaut. Diesem eigentlichen Bebauungsplan hat der Ortsrat auch einig zugestimmt. Mit fünf zu vier Stimmen abgelehnt allerdings wurde der Bau einer zusätzlichen Ausfahrt. Etwas zehn Meter von der Ausfahrt eines landwirtschaftlichen Betriebes soll sie nach Plänen des Unternehmens entstehen. „Seit 30 Jahren haben die Lkw nur eine Zufahrt. Sie müssen entweder rückwärts rein und vorwärts raus oder umgekehrt“, erläutert der Bürgermeister der SZ. Das sollte mit dem Neubau des Lebensmittelmarktes auch ein Ende haben. Mit knapper Mehrheit ist der Ortsrat dagegen. „Für den Markt wäre das sicher gut, für die Anwohner bedeutet es zusätzliche Emissionen“, sagt Weydmann.
Am kommenden Dienstag, 27. Februar, wird der Merchweiler Gemeinderat in seiner Sitzung ab 18  Uhr im Nebenraum der Allenfeldhalle entscheiden.