Ein Fotograf der Fantasie

Merchweiler. Eine weitere Ausstellung im Rahmen ihres Fotografie-Projektes "PhotoMission" zeigt die Gemeinde Merchweiler von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 30. August, im Rathaus Wemmetsweiler

Merchweiler. Eine weitere Ausstellung im Rahmen ihres Fotografie-Projektes "PhotoMission" zeigt die Gemeinde Merchweiler von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 30. August, im Rathaus Wemmetsweiler. Mit dem Zitat des bekannten US-amerikanischer Fotografen, Filmregisseurs, Maler und Objektkünstlers Man Ray beschreibt Jürgen Schneider sich und seine Arbeit: "Ich bin kein Fotograf der Natur, sondern meiner Fantasie. Ehe ich ein konventionelles Abbild einer Landschaft liefere, nehme ich lieber mein Taschentuch, verdrehe es, wie ich will und fotografiere es, wie es mir gefällt. Ich würde eher eine Idee als einen Gegenstand fotografieren und eher einen Traum als eine Idee." Jürgen Schneider, geboren 1951 in Saarbrücken und aufgewachsen in der noch vom Krieg gezeichneten Stadt, war als Kind fasziniert von den urlaubsbildähnlichen Fotografien seines Vaters aus seiner Soldatenzeit, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Mit acht Jahren erhielt er seine erste Kodak-Box-Kamera. Seine Schulzeit verbrachte er in Saarbrücken und Merchweiler, studierte danach an der FHS für Grafik-Design in Saarbrücken, Grundlehre bei Oskar Holweck, Grafik-Design bei Robert Sessler, Fotokurs bei Gerhard Heisler. Seine berufliche Tätigkeit begann er als Layouter, Konzeptions-Grafiker, Atelierleiter und Art-Director für Mode und Werbung. Seit 1984 freiberuflich tätig als Grafik-Designer. Bilder sind Schneider näher als Worte. Also visualisiert er, was er mit Worten nicht ausdrücken kann. Objektiv und Kamera begleiten ihn von Jugend an und sind ihm zum erweiterten Auge geworden. Der Blickwinkel seines Objektives ist subjektiv und weniger auf spektakuläre Ereignisse ausgerichtet. Die Aufnahmen zeigen eher beiläufig Entdecktes. Die Möglichkeiten der Bildbearbeitung am Computer haben Jürgen Schneider herausgefordert, seine Arbeit neu zu überdenken und seine Arbeitsweise neu zu ordnen - nach Foto-pur, nach Fotos, die weitere Interpretationen erlauben und solchen, die sich wie Assoziations-Elemente verschmelzen lassen und so neue Inszenierungen schaffen. Die Elektronische Bild-Verarbeitung dient dem Künstler als "spontan-digitales Werkzeug", um alles zu vereinen. Gezielt, oder experimentell angewandt entstehen Bildanmutungen, welche die Grenzen der Fotografie überschreiten. red