Ein Aufstieg in Rein-Kultur

Hangard. Das Aufstiegs-Endspiel um den letzten freien Platz in der Fußball-Landesliga Nordost zwischen dem SV Grügelborn und dem SV Merchweiler bot den 800 Zuschauern im Hangarder Ferraro-Sportpark bis zum Schluss große Spannung. Dabei hatten die Grügelborner, Vize-Meister der Bezirksliga St. Wendel, im Vorfeld einige Vorteile auf ihrer Seite

Hangard. Das Aufstiegs-Endspiel um den letzten freien Platz in der Fußball-Landesliga Nordost zwischen dem SV Grügelborn und dem SV Merchweiler bot den 800 Zuschauern im Hangarder Ferraro-Sportpark bis zum Schluss große Spannung. Dabei hatten die Grügelborner, Vize-Meister der Bezirksliga St. Wendel, im Vorfeld einige Vorteile auf ihrer Seite. Merchweiler als Dritter der Bezirksliga Neunkirchen musste sich am vergangenen Mittwoch zunächst gegen den SV Urexweiler, der punktgleich in der Bezirksliga St. Wendel ebenfalls Dritter wurde, durchsetzen und hatte am Samstag in Bildstock das "Halbfinale" gegen den FC Homburg II (4:0) zu bestreiten. Die Truppe von Spielertrainer Roland Rein konnte sich nach dem 4:2-Erfolg gegen den SV Illingen drei Tage länger ausruhen. Außerdem durften sie im entscheidenden Spiel den am Mittwoch des Feldes verwiesenen Christof Biehl einsetzen. Biehl erwies sich auch gegen Merchweiler als umsichtiger und kaum zu überwindender Abwehrorganisator und trug so einiges zur guten Defensivleistung der Grügelborner bei. Angelo Rao und Pascal Wilhelm vergaben die ersten Chancen des SVM (11.), die erste Möglichkeit für Grügelborn hingegen saß. Marko Schmidt tankte sich rechts durch, Merchweilers Torwart Antonio Rossi konnte den Schuss von der Torauslinie nicht klären und die Kugel landete zur Grügelborner 1:0-Führung im Netz (19.). Merchweiler musste früh wechseln und wie gegen Homburg II erwies sich Ingo Heine als Joker. Bereits fünf Minuten nach seiner Einwechslung war er maßgeblich am 1:1 beteiligt, als ein Grügelborner den Flankenschlag über die Linie drückte (38.). Fünf Minuten nach dem Wechsel sah Grügelborns Spielertrainer Roland Rein die Lücke und zog aus 25 Metern zum entscheidenden 2:1 ab. Eigentlich hätten bei Merchweiler die Kräfte nun schwinden müssen, doch so ganz gab sich die Truppe vom Haldy nicht auf. Angelo und Domenico Rao versuchten es mit Fernschüssen und die größten Möglichkeiten vergab Ingo Heine. Zunächst schoss er einen eigenen Mann an, aber dann waren weder er noch Kevin Niedermeier entschlossen genug, die Kugel zum 2:2 einzuschießen. "Es war ein glücklicher Sieg für uns. Wir konnten unser Spiel nicht so durchziehen, hätten nach dem 2:1 erhöhen müssen. Aber auch wir gingen auf dem Zahnfleisch", freute sich ein biergetränkter Roland Rein über den Aufstieg und wehrte Vorwürfe wegen des Mitwirkens von Christof Biehl ab. "Die Spielberechtigung lag vor, Biehl durfte eingesetzt werden und war für uns ganz wichtig". Grügelborn darf sich daher auf das erste Jahr in der Landesliga freuen. "Auch wir gingen auf dem Zahnfleisch."Roland Rein, SVG-Spielertrainer