Handball : Panther wollen in die obere Hälfte

Der TV Merchweiler hat in die Zukunft investiert und einige junge Spieler verpflichtet. Mit modernem Spielkonzept nimmt er die obere Tabellenhälfte der Handball-Saarlandliga ins Visier.

Der zehnte Platz ist den Panthern des TV Merchweiler zu wenig. Zum Ende hin verlief die vergangene Saison in der Handball-Saarlandliga nicht mehr so wie erwünscht. Zu schwach waren die Leistungen auswärts. In der heimischen Allenfeldhalle eine Bank, holte der TVM nur fünf seiner 24 Punkte in fremder Halle. Dieses Jahr peilt der Klub einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Auch, wenn die Saarlandliga eine große Herausforderung wird. „Ich sehe die Saarlandliga eine gute Spur stärker als letztes Jahr. Mit dem Absteiger TV Homburg ist eine starke Mannschaft dazugekommen.

Die HSG Nordsaar hat sich signifikant verstärkt. Die SGH St. Ingbert hat ebenfalls entsprechende Verpflichtungen gemacht“, resümiert Simon Jost, sportlicher Leiter. Aber auch Merchweiler hat in die Zukunft investiert. „Wir haben uns gezielt mit jungen Spielern verstärkt. Mittelfristig ist geplant, sich im vorderen Bereich der Saarlandliga zu etablieren“, berichtet Jost. Herren-Trainer Jonas Denk konnte in der Vorbereitung gleich mit vier „Neuen“ arbeiten: Philipp Meiser (19 Jahre, rechter Rückraum), Jannis Lorenz (19, Linksaußen, beide SV 64 Zweibrücken), Florian Aatz (18, Tor), Florian Westrich (17, Rückraum, beide eigene Jugend).

Große Hoffnungen ruhen besonders auf dem 19-jährigen Linkshänder Meiser, der aus der Westpfalz in seinen Heimatort zurückkehrte. „Bei mir war ein Tapetenwechsel nötig. Ich will mit meinem Heimatverein vorankommen“, freut sich der gebürtige Merchweiler auf die neue Aufgabe. Einstiegsschwierigkeiten hatte er nicht: „Der Teamspirit ist richtig gut. Und wir waren auch schnell wieder im Spielsystem. Einige Spielzüge sind ähnlich wie in Zweibrücken.“ Denn Übungsleiter Denk spielte mit dem SV selbst in der 3. Liga, hat Teile des Systems als Grundlage genutzt und in Merchweiler auf die Mannschaft angepasst und weiterentwickelt. „Ich sehe unsere Stärken im schnellen Spiel nach Ballverlust es Gegners oder über die schnelle Mitte. Konditionell sind wir stark. Und es ist nicht so, dass wir nur eine erste Sechs haben, die 60 Minuten durchspielen muss“, meint Meiser und erörtert. „Wenn einer mal einen schlechten Tag hat, sitzt immer einer auf der Bank, der auch Handball spielen kann.“ Die vergangene Saison, in der am Ende nur Platz 10 heraussprang, soll dabei als Lehrer dienen. „Wir setzen uns als Ziel, auswärts mit einer anderen Einstellung anzugreifen. Die Qualität, vorne mitzuspielen, ist da“, weiß der 19-Jährige.

Die nötige Sicherheit können sich die Panther gleich am ersten Spieltag holen. Zu Hause in der Allenfeldhalle. Dort empfangen sie am 1. September um 18 Uhr den TuS Brotdorf.

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