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Viel los bei den Knausekäpp
Der Präsident ließ das Reimen bleiben

Wemmetsweiler. Wemmedswella Knausekäpp feuerten im Gasthaus Kleer-Altenhofen ihre närrischen Raketen ab. Von Mathias Huckert

Bei den Wemmedswella Knausekäpp ging es richtig rund: die erste Kappensitzung der Session im Gasthaus Kleer-Altenhofen war mit 80 Aktiven voller Tanz, Büttenreden und einer Menge närrischer Einfälle. Das man dafür nicht immer auf althergebrachte Karnevalstraditionen zurückgreifen muss, bewies Sitzungspräsident Franc Jacobs, der gewohnt routiniert und spitzzüngig durch den Abend führte: „Mit der Reimerei habe ich es ja nicht so“, erklärte er der närrischen Gefolgschaft um Prinz Bernd I. und Prinzessin Claudia II..


Dafür hatte es Jacobs umso mehr mit der Selbstironie und war sich auch nicht zu schade, das eine oder andere Vereinsmitglied auf der Bühne aufs Korn zu nehmen – allen voran den Elferrat. Die Narren dankten es ihm mit zahlreichen Lachern. Die waren mitunter genauso bunt unterwegs, wie die Tollitäten auf der Bühne. Wer genau hinsah, konnte Super Mario samt Sippschaft, zahlreiche Hexen und Ärzte im OP-Kittel unter ihnen erkennen. Auf der Bühne sorgten natürlich viele Büttenreden für Schenkelklopfer-Garantie. Da war auch Platz für neue Gesichter bei den Knausekäpp: Stina Wendling und Michelle Hoppmann standen zum ersten hinter dem närrischen Rednerpult und diskutierten als „Lotte und Lissje“ ausgiebig über Beziehungsstress, Urlaubseskapaden und hatten am Ende ein ganz besonderes Entspannungsprogramm auf Lager. Als frisch gebackene Fahrschüler präsentierten sich Alina Jener und Hannah Meiser.

Da gab es im Gasthaus Kleer-Altenhofen kein Halten mehr, als beide mit dem Bobby Car über die Bühne sausten. Hoch in die Lüfte erhoben sich hingegen Jörg Palm und Jonas Riefer, die sich in den Rollen der „Jobtester“ Heiner und Kurt als Piloten versuchten. Von Eheproblemen berichtete hingegen Tobias Marx, der sich als „Es Pittche“ ausgiebig über die eigene Frau beschwerte – natürlich mit einem Augenzwinkern zur fünften Jahreszeit. Auch Freunde des närrischen Tanzes kamen bei den Knausekäpp voll auf ihre Kosten.



Die Juniorengarde des Vereins entführte das Narrenvolk unter Anleitung der beiden Trainerinnen Aylin Knauber und Stina Wendling in viele verschiedene Metropolen der Welt. Am Ende kamen die Nachwuchstänzer mit dem Lied „Deutschland“ von den Prinzen wieder in heimischen Gefilden an und wurden mit viel Applaus im Gasthaus begrüßt. Die gleiche Reaktion herrschte im Saal, nachdem die Aktivengarde mit ihrer Show „Keep Calm and eat Candy“ die Narren beeindruckt hatte. Am Ende brachte dann das Männerballett eine lustige Rock’n’Roll-Show auf die Bühne und bei dem Traditionsverein aus Wemmetsweiler hieß es dafür nicht nur dreimal Alleh-Hopp sondern dreifach „Knause-Käpp“.