Der neue Plan für die Franzstraße in Wemmetsweiler liegt vor

Ortsrat : Der neue Plan für die Franzstraße liegt jetzt vor

In Wemmetsweiler hat der Orstrat die Pläne für die Franzstraße zur Kenntnis genommen. Die Offenlegung der Pläne für die Wohnbebauung steht noch aus.

Zur letzten Sitzung des Ortsrates in der zu Ende gehenden Legislaturperiode kamen noch einmal zahlreiche Besucher in den Kleinen Kuppelsaal des Rathauses Wemmetsweiler. Ihr besonderes Interesse galt dem Tagesordnungspunkt „Verfahrenswechsel zur Wohnbebauung Ende Franzstraße“. Der Verfahrenswechsel und damit die erneute Offenlage sowie die neue Behörden- und Trägerbeteiligung wurden erforderlich, nachdem mehrere Einwände vonseiten der Behörden und der Öffentlichkeit im Beteiligungsverfahren zum ursprünglichen Planentwurf eingegangen sind. Zudem gab es im vergangenen Jahr eine neue Rechtsprechung vom Bundesverwaltungsgericht zu vorhabenbezogenen Bebauungsplänen.

Günter Schorr (Bauamt der Gemeinde Merchweiler), der die Vorlage erstellt hat und das Projekt begleitet, ging auf die Plansituation der Gemeinde ein. Zudem stellte Sarah End (Kernplan) die Änderungen der Planentwicklungen vor. „Wir haben versucht, alle Bedenken und Anregungen zu berücksichtigen und der Rechtsprechung Rechnung zu tragen,“ sagte die Diplomingenieurin. So soll unter anderem auf der Freifläche am östlichen Ende der Franzstraße nur eine Wohnbebauung in Form von Einzelhäusern zugelassen werden. Mit Blick auf den angrenzenden Sportplatz soll – nicht wie ursprünglich geplant – ein reines, sondern ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden. „Dies sind Gründe, den Verfahrenswechsel zu beschließen“, stellte Michael Marx abschließend fest. Timo Jochum (CDU) beantragte, über den Verfahrenswechsel nicht zu beschließen. Als Begründung führte Jochum an, dass dem neuen Ortsrat, der sich am Donnerstag, 4. Juli konstituiert, nicht vorgegriffen werden soll.

So nahmen die Ratsmitglieder mit acht Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen die Ausführungen zum Verfahrenswechsel mit dem überarbeiteten Entwurf zur Kenntnis und vertagten die weiteren Beratungen. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Ausführungen. Ortsvorsteher Marx erklärte bereits zu Beginn der Sitzung, dass keine Wortmeldungen für Besucher zugelassen werden. Gelegenheit sich zum Planentwurf zu äußern, besteht nach der Offenlegung.

Gegenüber der SZ äußerte sich Jürgen Grewenig nach der Sitzung: „Als Anwohner bin ich sehr daran interessiert, dass die Grünflächen als grüne Lunge erhalten bleiben.“ Der Einspruch zum ursprünglichen Plan sei offensichtlich berechtigt gewesen. Er habe das Umdenken zur Folge gehabt, stellte Grewenig fest.

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