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Bürgermeister verpflichtet Ehefrau für den Ortsrat

Bürgermeister verpflichtet Ehefrau für den Ortsrat

(ani) Mit einer in Merchweiler noch nie da gewesenen Situation stieg der Ortsrat am Donnerstag in seine Sitzung ein: Bürgermeister Patrick Weydmann (SPD) verpflichtete seine Frau Anja Weydmann als neues Mitglied. Sie rückt in der SPD für Gerd Walter nach, der sein Amt niedergelegt hat.

Anschließend beschäftigte sich der Rat unter anderem mit der Fortschreibung des Investitionsprogramms für 2015 bis 2020. Ortsvorsteher Hans Werner Becker (SPD) sprach der Verwaltung große Anerkennung aus. Die wichtigsten Posten sind der Neubau der Grundschule (100 000 Euro für Planungen in 2017), die weitere Erschließung des Gewerbegebietes Schmitzwies (900 000 Euro in 2017) und die Baumaßnahme in der Brücken-, Dorf-, und Friedrichstraße (1,3 Millionen Euro in 2016 bis 2018), die Ende nächsten Jahres fertig gestellt werden soll.

Während die SPD dem zustimmte, enthielt sich die CDU. Hans-Gerhard Jene monierte, die für die Bahnhofsneugestaltung veranschlagte Summe sei völlig unzureichend, und die Neugestaltung der Grünschnittdeponie werde für die Bürger mit Kosten verbunden sein. Außerdem ging es um den Vorschlag der Firma Linnebacher Bau, an den Kaiserterrassen einen Pylon zu errichten, der Geschäften als Werbe- und der Gemeinde als Info-Punkt dienen könnte. An der Stelle solle auch ein W-Lan-Hotspot und eine durch Bundesmittel geförderte Ladestation für Elektrofahrzeuge eingerichtet werden. Für die SPD erklärte Doris Cullmann ihre Zustimmung, für die CDU Jene. Eine Gegenstimme kam von Ronny Steil (SPD), der zuvor die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt hatte.

Einig war man sich, dass zum 30-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Merchweiler und Falicon auf dem Rathausvorplatz eine Stele errichtet werden soll. Entwickelt hat die Idee das Kinder- und Jugendbüro mit dem Verein für Freizeitkunst. Auch stimmte man der Verpflichtung der Gemeinde zur Vorlage eines Schulentwicklungsplanes zu.

Auf Einladung des Bürgermeisters trugen außerdem Bürger aus der Waldstraße ihre Probleme mit dem vorrückenden Wald vor. Die Gemeinde will sich an die Forstverwaltung wenden und auf Vorschlag von Petra Riedel (SPD) eine Ortsbegehung machen.