Brückenneubau statt Sanierung

Merchweiler. Die vorgeschriebene Überprüfung der Brücke über die Gleisanlage der DB AG hat ergeben, dass dieses Bauwerk, das die Eisenbahnstraße mit der Waldstraße verbindet, sanierungsbedürftig ist. Dies teilt Merchweilers Bürgermeister Walter Dietz mit

Merchweiler. Die vorgeschriebene Überprüfung der Brücke über die Gleisanlage der DB AG hat ergeben, dass dieses Bauwerk, das die Eisenbahnstraße mit der Waldstraße verbindet, sanierungsbedürftig ist. Dies teilt Merchweilers Bürgermeister Walter Dietz mit.Die Sanierung des Bauwerkes würde, so Dietz, etwa 250000 Euro kosten bei einer Erhaltungsdauer von 25 Jahren. Alternativ könnten die Widerlager saniert werden und der Überbau erneuert werden. Das hätte einen Kostenaufwand von 350000 Euro zur Folge bei einer Erhaltungsdauer von 25 Jahren für die Widerlager und von 60 Jahren für den Überbau. Die Kosten müssten in beiden Fällen von der Gemeinde allein getragen werden, heißt es weiter.Die Mängel des jetzigen Bauwerkes, die in einer zu geringen Durchfahrtshöhe und -breite sowie in einer zu geringen Brückenbreite bestehen, könnten mit der Sanierung nicht geändert werden. Die Beseitigung dieser Mängel gelingt nur mit einem Neubau des Brückenbauwerks, entweder in der gleichen Lage und Form wie das bisherige Bauwerk oder in neuer Lage und Form mit verbesserter Verkehrsführung. Die Erhaltungsdauer beträgt gleichermaßen 110 Jahre für die Widerlager und 80 Jahre für den Überbau, sagte Dietz.Der Neubau der Brücke in der bestehenden Lage würde 1,4 Millionen Euro kosten. An diesen Kosten würde sich die Deutsche Bahn AG mit 650000 Euro beteiligen. Außerdem könnte eine Förderung durch das Land mit Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes erfolgen, so dass bei der Gemeinde ein Betrag von 290000 Euro verbleiben würde. Wegen der neuen lichten Höhe und Breite würde an der Brücke eine Steigung beziehungsweise ein Gefälle von 12,5 beziehungsweise 13 Prozent entstehen, erläutert der Bürgermeister. Dies würde keine behindertengerechte Lösung darstellen. Während der Bauzeit für das Brückenbauwerk von zwölf Monaten könnte die Brücke nicht genutzt werden.Der Neubau der Brücke in veränderter Lage würde von der Eisenbahnstraße kommend geradeaus über die Gleisanlage führen und am Fußpunkt zum Anstieg an die Waldstraße anschließen. Auf der Käsbornseite würde die Lage der Brücke im Verlauf des Anstieges nur unwesentlich nach Südwesten verlagert, insbesondere die Einmündung der Fischbachstraße und die Zuführung zur Helenenstraße würden nicht verändert. Die wesentliche Verlagerung der Brücke nach Südwesten erfolgt auf der Brücke und in Richtung Waldstraße, weil die Verschwenkung der Straßenführung um 45 Grad nicht mehr stattfindet.Dieser Brückenbau würde 2,1 Millionen Euro kosten. An diesen Kosten würde sich die Deutsche Bahn AG mit 768000 Millionen Euro beteiligen. Außerdem könnte eine Förderung durch das Land erfolgen, so dass bei der Gemeinde ein Betrag von 370000 Euro verbleiben würde. Steigung beziehungsweise Gefälle würden 7,3 Prozent betragen, also auch für Behinderte noch erträglich. Während der Bauzeit von zwölf Monaten könnte die jetzige Brücke zehn Monate genutzt werden.Bei der neuen Straßenführung ist an keiner Stelle eine größere Belastung durch Lärm für Anlieger zu erwarten, im Bereich der jetzigen Verschwenkung aber weniger. "Diese Fakten haben zu dem Vorschlag geführt, die Brücke in verbesserter Lage neu zu bauen", sagte Dietz. red