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Am Hahnwiesweiher liegt dem Wanderer das Merchtal zu Füßen

Am Hahnwiesweiher liegt dem Wanderer das Merchtal zu Füßen

Merchweiler. Carolin Schäck stört es überhaupt nicht, wenn sich das Wetter herbstlich zeigt, wie gestern, als sie mit ihrem Golden Retriever Dingo zu einem Ausflug ins Obere Merchtal aufbrach. Es nieselte leicht, der Himmel dräute eher grau, als dass er fröhlich lachte. Die junge Frau, die in Gießen studiert, weilt gerade in Merchweiler auf Urlaub

Merchweiler. Carolin Schäck stört es überhaupt nicht, wenn sich das Wetter herbstlich zeigt, wie gestern, als sie mit ihrem Golden Retriever Dingo zu einem Ausflug ins Obere Merchtal aufbrach. Es nieselte leicht, der Himmel dräute eher grau, als dass er fröhlich lachte. Die junge Frau, die in Gießen studiert, weilt gerade in Merchweiler auf Urlaub. Sie war bereits des öfteren auf dem Wanderweg Oberes Merchtal unterwegs, aber ganz hat sie die Strecke noch nicht geschafft, oder besser ihr Dingo schaffte ihn nicht, denn Dingo ist mit 14 Jahren schon ziemlich betagt. Immerhin ist der Wanderweg auf seinen sechs Kilometern mit einigen Höhenmetern recht anspruchsvoll. Ein Zugang zum Wanderweg ist die Grabenstraße in Merchweiler. Sie führt direkt in eine Kirschbaumallee, die den Wanderer regelrecht ins Merchtal trägt. Vorbei an Streuobstwiesen und Feldern, die bereits abgeerntet sind, und gelb-braun bis zum Horizont reichen, führt der Weg zu Festuca-Sandweiden, die sich abwechseln mit Weißdornhecken und Brombeersträuchern. Der höchste Punkt des Weges ist der Hahnwiesweiher. "Aber den schafft mein Dingo nur selten", lacht Carolin Schäck. Nach einer Runde auf der Dammkrone des Weihers hat man einen Eindruck gewonnen, welch prägende Bedeutung der Bergbau noch bis heute hat. Der Hahnwiesweiher ist ein Absinkweiher der früheren Grube Göttelborn und diente zur Klärung der Grubenabwässer. Von dem Weiher aus öffnet sich ein aufregender Blick in das Merchtal und auf Göttelborn bis zum höchsten Förderturm Europas. Eine Rast kann man unterwegs an der Schutzhütte des Saarwaldvereins einlegen, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. eng