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Luftsprünge nach Jury-Entscheid

Kreis Neunkirchen. "Hurra, wir haben gewonnen!!!!" So titelte Illingens Bürgermeister Armin König am Mittwoch Punkt 16.39 Uhr eine Nachricht an seine Amtskollegen aus Friedrichsthal, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler Von SZ-Redakteurin Claudia Emmerich

Kreis Neunkirchen. "Hurra, wir haben gewonnen!!!!" So titelte Illingens Bürgermeister Armin König am Mittwoch Punkt 16.39 Uhr eine Nachricht an seine Amtskollegen aus Friedrichsthal, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler. "Bonn hat soeben angerufen und bestätigt, dass wir Bundessieger sind", geht die Mail weiter: Unterzeichnet mit "Freudensprünge aus Illingen".In Bonn hatte am Mittwoch die Jury beim Bundeswettbewerb Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung getagt. Und die Juroren erklärten die Projektregion "Landschaft der Industriekultur Nord" (LIK Nord) im Finale der besten Zehn zu einem von fünf Gewinnern. Diese Fünf erhalten umfassende, sofortige Förderung.Bei LIK Nord arbeiten die sechs Kommunen Friedrichsthal, Illingen, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler zusammen. Ihr Ziel: Die vom Bergbau geprägte Landschaft erhalten und aufwerten. Etwa zwölf Millionen beträgt das Fördervolumen. 90 Prozent übernehmen Bund und Land, zehn Prozent der Projektträger - ein Zweckverband aus den sechs Kommunen und der Industriekultur Saar. "Das ist ein toller Erfolg und eine Riesen-Chance für eine Region, die sich erst noch finden muss, die aber ungeheures Potenzial hat", kommentiert König gestern auf SZ-Anfrage den Jury-Entscheid. Seine Gemeinde hatte die Bewerbung von LIK Nord federführend begleitet. "Für Illingen sehe ich die einmalige Chance, aus dem Gebiet des Absinkweihers Hahnwies ein Naturparadies zu machen und dies mit Bildung, Kultur und Tourismus zu verbinden.""Dieser Sieg ist für Neunkirchen von großer Bedeutung", wertet auch Oberbürgermeister Friedrich Decker. Liege doch der Großteil der Kernzonen zwischen den Gemarkungen Bildstock, Landsweiler und Neunkirchen in dem Bereich Heinitz. Dieses Gebiet sei eine Bergbaufolgelandschaft, die nun entwickelt werden könne: "Pläne und Konzeptionen haben wir schon. Wenn jetzt über zehn Jahre auf Grund dieses Preises Gelder fließen, werden wir gemeinsam mit dem Zweckverband vieles was bisher nicht möglich war, realisieren."Für Schiffweiler habe mit Blick auf den Zukunftsort Reden, den Gondwana-Park und den Plänen rund um Itzenplitz der Tourismus und die Naherholung wesentlich an Bedeutung gewonnen und solle ausgebaut werden, sagt Markus Fuchs, Erster Beigeordneter der Gemeinde: "Mit dem Gewinn und den damit verbundenen Fördermitteln werden wir als stark defizitäre Gemeinde in die glückliche Lage versetzt, einen Teil unserer zukunftsweisenden Ideen tatsächlich umzusetzen." > siehe auch Seite C 3