| 21:07 Uhr

Liebe Gebläsehalle!

Du warst zu deiner Zeit keinesfalls ein herausragender Bau im Eisenwerkbereich am Rande des pulsierenden Zentrums der Stadt Neunkirchen. Aber dein Dach, das immerhin 16 000 Kubikmeter umbauten Raum überspannte, war deutlich vor den Hochöfen zu erkennen und damit auch Teil des Stadtbildes. Vor 25 Jahren nahte jedoch dein Ende. In Neunkirchen hieß es damals: Die Hallen fallen unerbittlich

Du warst zu deiner Zeit keinesfalls ein herausragender Bau im Eisenwerkbereich am Rande des pulsierenden Zentrums der Stadt Neunkirchen. Aber dein Dach, das immerhin 16 000 Kubikmeter umbauten Raum überspannte, war deutlich vor den Hochöfen zu erkennen und damit auch Teil des Stadtbildes. Vor 25 Jahren nahte jedoch dein Ende. In Neunkirchen hieß es damals: Die Hallen fallen unerbittlich. Und du warst mit die erste Halle, die dem Seilbagger und der Fallbirne geopfert wurde. Zwar hast du dich noch gewehrt und einige Zeit windschief dagestanden, als habe der Sturm dir das rechte Bein weggerissen, doch dann kipptest du doch um. Unverzüglich begannen damals die Schrottbrenner zu arbeiten. Die Hütte wurde abgeräumt. Als nächstes Opfer geriet die 40 Meter hohe Kühltasse an der Königstraße ins Visier der Fallbirne. Danach räumten die Abrissfirmen das Verwaltungsgebäude im Hochofenareal ab. Was ist schon eine Zeitspanne von 25 Jahren - doch wie sehr hat sich in dieser Zeit die Neunkircher Innenstadt verändert. Deshalb erinnert hin und wieder an das, was damals war, Euer Archivar