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Liebe Anfragen!

Ihr seid bei den Stadtvätern und -mütter sehr beliebt. Wenn die Sitzung zu ende geht, benutzen sie Euch gerne, um ihren Wählern zu zeigen, wie sehr sie sich um deren Sorgen kümmern. So habt ihr, liebe Anfragen, vor allem vor Kommunalwahlen Hochkonjunktur. Deshalb sei aus aktuellem Anlass auch nach 25 Jahren an Euch erinnert

Ihr seid bei den Stadtvätern und -mütter sehr beliebt. Wenn die Sitzung zu ende geht, benutzen sie Euch gerne, um ihren Wählern zu zeigen, wie sehr sie sich um deren Sorgen kümmern. So habt ihr, liebe Anfragen, vor allem vor Kommunalwahlen Hochkonjunktur. Deshalb sei aus aktuellem Anlass auch nach 25 Jahren an Euch erinnert. Es sei aber auch deshalb Euer Dasein vor 25 Jahren geschildert, weil uns durch Euch die Sorgen jener Zeiten verdeutlicht werden. Beispiele: Berthold Günther (SDPD) wollte wissen, wie lange der Umbau des Kolpinghauses zum Bürgerhaus dauern wird. Vor allem die Fastnachtsverein wollten aus dem Gemeindehaus raus in den renovierten Saal. Doch Bauamtsleiter Friedrich Decker machte wenig Hoffnung auf einen schnellen Umbau. Vor April 1985 werde kein Verein im Kolpingsaal a. D. auftreten können. Fritz Pulvermüller (SPD) und Gustav Seyl (CDU) äußerten sich besorgt über den Verfall des Karlferdinandhauses am Unteren Markt. Oberbürgermeister Peter Neuber zitierte Verwaltungsdirektor Gerd Bund, der stets feststellte, die Verwaltung "denke unentwegt tief darüber nach", was mit dem Karlferdinandhaus geschehen solle. Brunhilde Jungbluth und Ernst-Jürgen Kohlhund (beide CDU) machten auf die "gefährlich Einmündung der Jägerstraße in die Langenstrichstraße" aufmerksam. So saht ihr, liebe Anfragen vor 25 Jahren aus. Heute bringt ihr andere Probleme in die Stadtratssitzung, meint Euer Archivar