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PCB und Wassergärten
Landrat: Wassergärten ungefährlich

Kreis Neunkirchen. SPD fragt im Kreistag nach Gefahren für Besucher durch PCB im Wasser. Von Michael Beer

Die Folgen des Bergbaus haben erneut den Kreistag Neunkirchen beschäftigt. Nachdem das Gremium Anfang des Jahres eine Resolution mit der Kernaussage „Keine Experimente auf Kosten von Mensch und Natur infolge unabsehbarer Risiken durch den Grubenwasseranstieg“ verabschiedet hatte, stellten die Sozialdemokraten in der jüngsten Sitzung am Donnerstagnachmittag eine Anfrage zum Umweltgift PCB. Das saarländische Umweltministerium hatte Flüsse und Bäche untersuchen lassen. Dabei zeigte sich im Sinnerbach 2016/17 eine erhöhte PCB-52-Konzentration (die SZ berichtete). SPD-Sprecher Willi Kräuter stellte in diesem Zusammenhang in der Sitzung die Frage, ob davon auch die Wassergärten am Zukunftsstandort Reden betroffen und für Besucher noch zumutbar seien. Landrat Sören Meng sagt dazu: „Ich bedauere sehr, dass, wenn von Grubenwasser und einer möglichen PCB-Belastung die Rede ist, oft als Visualisierung die Wassergärten am Erlebnisort Reden gezeigt werden. Diese touristische Attraktion wird gerade bei gutem Wetter von Familien genutzt, die natürlich sicher gehen wollen, dass sie nicht belastet werden und ein Besuch dort absolut ungefährlich ist. Experten haben bereits klargestellt, dass Besucher ohne jegliche Bedenken die Wassergärten nutzen können, da hiervon keine PCB-Gefährdung ausgehe.“ Für weitere Fragen sei der Eigentümer Industriekultur Saar (IKS) zuständig.