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Krisenstab des Landkreises Neunkirchen übte den Katastrophenfall

Stromausfall im Landkreis simuliert : Wenn zwei Tage alles dunkel und kalt ist

Der Krisenstab des Landkreises Neunkirchen übte in Bad Neuenahr den Katastrophenfall.

Der Krisenstab des Landkreises Neunkirchen übte im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung an der Bundesakademie für Katastrophenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) den Ernstfall. Angenommen wurde ein flächendeckender Stromausfall über zwei Tage bei zweistelligen Minustemperaturen im gesamten Kreisgebiet. Landrat Sören Meng, Fachleute der Kreisverwaltung, Vertreter der Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr sowie ein Vertreter der Energieversorgung gehören diesem Krisenstab an. „Der Krisenstab findet sich in besonderen Gefahrenlagen zusammen, um gemeinsam die Hilfemaßnahmen zu eruieren. Mir ist es wichtig, Kontinuität in dieses Gremium zu bringen, auch wenn keine Ernstlagen anstehen, denn nur dann sind wir gut vorbereitet“, so Landrat Meng als Verantwortlicher für den Katastrophenschutz im Kreis. Er dankte bei dieser Gelegenheit den zahlreichen ehrenamtlichen Kräften in den Hilfsorganisationen, den Verantwortlichen der Polizei Neunkirchen sowie dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr.

Die Übung an der Akademie in Bad Neuenahr diente zur Vertiefung bereits erworbener Fähigkeiten im Rahmen des Katastrophenschutzes. Die Übung wurde von Fachpersonal und externen Experten geplant und begleitet. In Echtzeit mussten Notstromversorgungen der Krankenhäuser und die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gesichert und mit der Bevölkerung kommuniziert werden. „Hier wurde uns die Tragweite eines solches flächendeckenden Stromausfalls bewusst – diese Übung hat alle Beteiligte gefordert und war sehr lehrreich. Nun sind wir für den Ernstfall vorbereitet“, so Landrat  Meng.

Die Akademie ist die zentrale Fortbildungseinrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der Landkreis Neunkirchen ist als Untere Katastrophenschutzbehörde zuständig. Dieses Aufgabenfeld ist innerhalb der Behörde bei der Kreispolizeibehörde angesiedelt. Mit dem Kreisbrandinspekteur arbeitet die Fachabteilung eng mit den Hilfsorganisationen zusammen.