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Kreistag Neunkirchen spricht für Zufahrtsstraße auf Halde Reden

Kostenpflichtiger Inhalt: Kreistag Neunkirchen will Erreichbarkeit verbessern : „Zuwegung elementar für Halde Reden“

Kreistag Neunkirchen spricht sich in einer Resolution für den Bau einer zweispurigen Zufahrtsstraße auf das Haldenplateau aus.

„Die Zuwegung ist elementar für die Weiterentwicklung der Halde Reden.“ Das  unterstrich Landrat Sören Meng (SPD) in der jüngsten Sitzung des Neunkircher Kreistages. Schon jetzt zähle man etwa 300 000 Besucher im Jahr an und auf der Halde. „Es ist wichtig, dass da etwas passiert.“

Denn großes Manko des Erlebnisortes war bisher die Erreichbarkeit. Lange wurde in der Vergangenheit über eine mögliche Seilbahn oder Grubenbahn, eine Haldenmetro, diskutiert, diese dann aber aus Machbarkeits- und Kostengründen verworfen. Jetzt plant die landeseigene Gesellschaft Industriekultur Saar (IKS) den Bau einer zweispurigen Zufahrtsstraße auf die Halde sowie die Beleuchtung des Fußweges.

Beide Vorhaben stoßen im Kreistag auf Zustimmung. Einstimmig hat dieser eine von CDU und SPD eingebrachte Resolution verabschiedet. Darin heißt es: „Der Kreistag begrüßt die von der Industriekultur Saar angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur am Erlebnisort Reden. So sollen vom Parkplatz am Kreisel Bildstocker Straße bis zum Hochplateau eine zweispurige Pkw-Zufahrt sowie auf der Halde selbst ein Stellplatz für bis zu 100 Pkw errichtet werden.“  Dabei sollte aber nach Ansicht des Kreistages aus Gründen der Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit eine alternative Straßenführung zu der jetzt vorliegenden Planung geprüft werden.

Weiter  heißt es: „Der Kreistag begrüßt auch, dass der Aufgang über die Serpentinen beleuchtet und damit die Zugangsmöglichkeit für Fußgänger deutlich verbessert werden soll.“

Große Chancen sehen die Kreispolitiker für die Zukunft des Standortes, wenn die Pläne umgesetzt werden. Wenn das Plateau mit dem Auto erreicht werde, werde dieses für jedermann zugänglich. Barrierefreiheit werde hergestellt. Die Straße führe auch dazu, dass Autos und Fußgänger im Wesentlichen voneinander getrennt werden, was die Sicherheit der Fußgänger erheblich steigere. Auch würden die Rahmenbedingungen für die Sicherheitskräfte bei Großveranstaltungen deutlich verbessert.

Der Kreistag bittet daher den Gemeinderat Schiffweiler, der die Planungshoheit hat, die Vorschläge aufzugreifen und den Bebauungsplan entsprechend anzupassen.

Aber auch der Landkreis Neunkirchen müsse auf Dauer mehr Verantwortung für den Erlebnisstandort übernehmen. „Dies betrifft das Standortmanagement, das bei der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises eingerichtet werden soll“, haben die Politiker in der Resolution festgehalten. Dabei gehe es um die Koordination der Aktivitäten am Standort Reden, die Entwicklung neuer Veranstaltungsformate, aber auch um die Vernetzung mit anderen Angeboten im Landkreis. Der Kreis wolle sich im Rahmen seiner Möglichkeiten hier auch finanziell einbringen.

Die Erschließung der Halde sei eine Grundbedingung für die Vermarktung, unterstrich der SPD-Fraktionsvorsitzende Willi Kräuter. Er ging auf die Vorteile des Baus der Zufahrtstraße, der Parkfläche und der Beleuchtung des Fußweges ein. Endlich bewege sich etwas in Reden in die absolut richtige Richtung, unterstrich der CDU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Brüßel. Reden brauche einen gemeinsamen Kraftakt. Beide Redner betonten auch die Bedeutung eines einheitlichen Standortmanagements.

Für die Grünen brachte Mario Bost ein Radwegekonzept für die Halde in die Diskussion ein. Zustimmung zur Resolution kam auch von den kleineren Parteien FDP, Grünen und AfD.