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Sparkasse Neunkirchen auf Wachstumskurs
Kontakt zur Bank auf allen Wegen

Mitte 2017 wurde die neue Geschäftsstelle der Sparkasse Neunkirchen in Merchweiler eröffnet.
Mitte 2017 wurde die neue Geschäftsstelle der Sparkasse Neunkirchen in Merchweiler eröffnet. FOTO: Marko Becker
Neunkirchen. Neunkircher Geldinstitut will vor Ort präsent bleiben und gleichzeitig die digitale Herausforderung annehmen.

Gerade noch ein Mal im Jahr sieht ein Kunde oder eine Kundin der Sparkasse eine Geschäftsstelle von innen. Durchschnittlich. Jüngere Kunden, die ihre Bankgeschäfte ganz selbstverständlich am heimischen PC oder per Sparkassen-App erledigen, vermutlich noch seltener. Ältere Kunden wiederum wollen ihre Geschäftsstelle vor Ort nicht missen. „Wir stehen vor der großen Herausforderung, alle Kanäle zu bedienen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Markus Groß auf der Jahrespressekonferenz der Sparkasse Neunkirchen in der Hauptstelle am Hammergraben. Mit Sparkassendirektor Jörg Welter und weiteren Vorständen des Hauses stellte Groß die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres und die Projekte für 2018 vor.


Eine gute Nachricht für Sparkassen-Kunden jeden Alters ist das erklärte Ziel, einen optimalen Zugang über alle Kontaktwege zu bieten. Ob es nun der Besuch beim Berater in der Geschäftsstelle oder in einem der Kompetenz-Centern (Börse, Firmenkunden, Immobilien, Versicherung) ist, das Selbstbedienungsangebot, das Telefonat mit dem Service-Center oder das Nutzen der erwähnten Sparkassen-App per Handy. Die regionale Präsenz wurde im vergangenen Jahr mit der neuen Geschäftsstelle in Merchweiler gestärkt. Dort, wo sich einst der Merchweiler Kaisersaal befand, wurde eine barrierefreie, energieeffiziente und nachhaltige Geschäftsstelle neu eröffnet. Außerdem seien 2017 gleich sieben Geschäftsstellen modernisiert und mit verbessertem Service-Angebot ausgestattet worden, berichtete Frank Rubeck. Auch die persönliche, qualifizierte Beratung werde weiter ausgebaut bzw. kundenfreundlicher gestaltet. Entsprechend geschult werde vorhandenes Personal, da aufgrund geringerer Nachfrage bei den Serviceleistungen in den Geschäftsstellen Kapazitäten frei würden.

Immer noch zählt die Sparkasse Neunkirchen mit ihren derzeit 363 Beschäftigten zu den größeren Arbeitgebern in der Region. Allerdings sieht eine Zehnjahresplanung vor, die Zahl der Mitarbeiter auf 230 zu senken und damit Personalkosten zu sparen. Denn die Sparkasse Neunkirchen hat wie alle Banken angesichts der anhaltenden Niedrig- oder gar Negativzinspolitik ein Problem: Die Kundinnen und Kunden bringen weiterhin ihr Geld. Das sei einerseits erfreulich, meint Sparkassendirektor Markus Groß, denn das zeige, dass die Kunden Vertrauen haben. Andererseits führe der Verzicht auf „Verwahr-Entgelte“ zu einem Minus von rund 3,6 Millionen Euro im Jahr. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte die Sparkasse Neunkirchen die Bilanzsumme um 3,1 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro steigern. Basis des Erfolgs sei erneut das aktive Kundengeschäft gewesen. Um gerade die Privatkunden bei der Stange zu halten, wird eine passgenaue und individuelle Beratung immer wichtiger. In den vergangenen Jahren hat sich diese aus Kundensicht verbessert. So gab es von 2013 zu 2017 eine 16-prozentige Steigerung bei der Aussage, die Beratung sei „ausgezeichnet“ bzw. „sehr gut“. Vor wenigen Tagen wurde die Sparkasse Neunkirchen hinsichtlich der Beratung von der Zeitung „Die Welt“ in Verbindung mit dem Internationalen Institut für Bankentests als „Beste Bank im Saarland“ in der Kategorie Privatkunden ausgezeichnet. „Frisch zertifiziert“ ist die Sparkasse Neunkirchen als familienfreundliches Unternehmen. Sehr erfolgreich sind die Auszubildenden. 2017 erreichten Azubi-Teams sowohl beim Planspiel Börse als auch beim Wettbewerb Payment des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Spitzenplätze auf dem bundesweiten Siegerpodest.

Auch Nichtkunden haben etwas davon, dass es eine Sparkasse Neunkirchen gibt. Von den erwirtschafteten Erträgen werden Schulen, Kindergärten, Vereine oder gemeinnützige Einrichtungen vor Ort unterstützt. Beispielsweise organisierte die Sparkasse unter dem Motto „Helfen ist einfach“ erneut einen Spendenmarathon. Dieses Mal fließen die Mittel in Höhe von 55 555 Euro zum Großteil zu Gunsten der Lebenshilfe Neunkirchen. Deren therapeutisches Wasserbewegungsbecken in der Rothenbergschule Dirmingen wird für die Kinder wieder auf Vordermann gebracht. 650 Einzelmaßnahmen seien mit insgesamt rund 500 000 Euro gefördert worden, berichtete Stefan Scheer. „Genauso werden wir weitermachen“, versprach Sparkassendirektor Groß.