Infrastruktur Kommunen arbeiten bei Trinkwasserversorgung zusammen

Lebach/Kreis Neunkirchen · Verträge zwischen Zweckverband des Landkreises Neunkirchen und Lebacher Stadtwerken sollen Wasserversorgung der Bevölkerung bis 2042 sichern.

Die neuen Verträge sind geschlossen, die Wasserversorgung dauerhaft gesichert. Im Bild (von links): Geschäftsführer der WVO und des WZV Thomas Wagner, Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill, Landrat Sören Meng, die Geschäftsführer der SWL Arno Graf und Christian Wunn.

Die neuen Verträge sind geschlossen, die Wasserversorgung dauerhaft gesichert. Im Bild (von links): Geschäftsführer der WVO und des WZV Thomas Wagner, Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill, Landrat Sören Meng, die Geschäftsführer der SWL Arno Graf und Christian Wunn.

Foto: Carolin Stauner/Landkreis Neunkirchen​

Bereits seit den 50er Jahren arbeiten der Zweckverband Wasserversorgung des Landkreises Neunkirchen (WZV) mit Sitz in Ottweiler und die Stadt Lebach mit ihren Stadtwerken Lebach (SWL) bei der Trinkwasserversorgung eng zusammen. Gemeinsam versorgen beide Unternehmen rund 55 000 Saarländerinnen und Saarländer in den Kommunen Lebach, Eppelborn, Illingen, Merchweiler und Marpingen mit Trinkwasser, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Lebach.

Bereits im Jahr 1952 haben der WZV und die damalige Gemeinde Lebach einen Wasserlieferungsvertrag zum Zweck der gemeinsamen Nutzbarmachung der Grundwasservorkommen im Lebacher Gemeindegebiet geschlossen. Heute wie damals hat die Versorgungssicherheit der Bevölkerung höchste Priorität, sodass eine mehrfache Verlängerung der Verträge bis heute erfolgte.

Zur Sicherstellung der Versorgung wird Grundwasser aus drei Brunnen des WZV sowie aus vier Brunnen der SWL gefördert und im gemeinsam genutzten Wasserwerk der Stadtwerke Lebach zu Trinkwasser in höchster Qualität aufbereitet. Die innerörtliche Versorgung der Bevölkerung erfolgt dann in den jeweiligen Versorgungsgebieten entweder durch die SWL oder durch die WVO GmbH.

Mit Abschluss der neuen Miet- und Lieferverträge sind WZV und SWL erneut einen großen gemeinsamen Schritt zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit gegangen und sichern die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung mindestens bis zum Jahr 2042.

Dann können die Partner mit Stolz auf eine 90-jährige enge Kooperation in der Trinkwasserversorgung zurückblicken, die wohl einmalig im Saarland sein dürfte, und – da sind sich alle Beteiligten sicher – aus heutiger Sicht auch darüber hinaus bestehen wird.

Diese über die Landkreisgrenzen hinweg gelebte Zusammenarbeit liegt auch dem Landrat des Landkreises Neunkirchen, Sören Meng, und dem amtierenden Bürgermeister der Stadt Lebach, Klauspeter Brill, sehr am Herzen und wird mit großem Erfolg fortgeführt. „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und gehört in die öffentliche Hand. Ich freue mich sehr, dass wir zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, diese wichtige interkommunale Zusammenarbeit für die nächsten Jahrzehnte gesichert haben“, lobt Landrat Meng die bestehende Kooperation.

Auch Bürgermeister Brill hebt die Bedeutung des Trinkwassers sowie die interkommunale sehr gut funktionierende Zusammenarbeit heraus: „Bei der Trinkwasserversorgung kommt es nicht darauf an, ob das Wasser aus unseren eigenen oder aus den Brunnen des WZV kommt. Wichtig ist nur, dass die Versorgung stets gewährleistet und die Qualität des Trinkwassers gesichert ist.“

Mit den neu geschlossenen Verträgen wird für beide Partner Planungssicherheit für die zukünftigen Erneuerungen der Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen sowie für die nachgelagerten Transport- und Versorgungsleitungen geschaffen. Ebenso ist ein weiterer Grundstein für die deutliche Verbesserung der langfristigen Versorgungssicherheit in der Stadt Lebach und dem Landkreis Neunkirchen gelegt.

Durch die Vertragsneufassung sind nun die Weichen gestellt, die entsprechenden Investitionen in die Infrastruktur beider Unternehmen langfristig im Sinne der Daseinsvorsorge der Bevölkerung anzugehen.

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