Kolumne : Eine Lösung muss her

Wie soll das Dorf der Zukunft aussehen?  Stehen immer mehr Häuser leer und verfallen? Ziehen die Jungen weg? Bleiben nur noch die Alten zurück? Wo bekommen die Menschen ihre Lebensmittel her? Wie kann man möglichst große Mobilität organisieren?

Wie lässt sich die Infrastruktur attraktiv halten, von den Wasserleitungen über die Straßen bis hin zu Treffpunkten? Fragen über Fragen.

Es ist die Pflicht nicht nur der Kommunen, sondern auch der Landkreise in ländlichen Gegenden über die Zukunft des ländlichen Raumes nachzudenken. Und nach Lösungen zu suchen. Eine wichtige Gemeinschaftsaufgabe. Und dafür braucht es Geld. Geld, das bisher wie beim Landaufschwung aus Fördertöpfen  kommt. Die aber irgendwann nicht mehr sprudeln.  Weil Förderprogramme nun mal endlich sind. Die Landkreise müssen dafür eigenes Geld in die Hand nehmen dürfen.  Dürfen sie zurzeit aber nur in beschränktem Maß, weil die Entwicklung des ländlichen Raumes eine freiwillige Aufgabe und keine Pflichtaufgabe der Landkreise ist. Pflichtaufgabe ist zum Beispiel der Öffentliche Personennahverkehr.  Hört sich kompliziert an, ist es für den Laien auch. Die Lösung geht wohl nur über eine entsprechende gesetzliche Regelung des Landes. Das Land muss den Kreisen erlauben, diese Aufgabe zu übernehmen. Das sollte machbar sein.

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