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Wie das Musical-Projekt doch noch in die Gebläsehalle käme

Eine gute Idee : Meine Herren und Damen: Das wär’s!

Jürgen Fried hatte eine Idee, die die Fan-Gemeinde und die Teilnehmer des Musical-Projektes sicherlich begeistern würde.

Wäre das nicht wunderbar? Noch einmal sehen und hören, wie Lars alias Larissa Sir Gawain betrauert, wie der Tod mit Merlin schäkert oder aber auch wie Karl Stumm die Arbeiter zurechtweist, Lysistrate die Frauen aufwiegelt oder der Teufel den Jedermann mitnimmt? All diese Geschichten, die das Musical-Projekt Neunkirchen seit 2002 probt und spielt, einem Publikum präsentiert, das längst zur großen Fangemeinde geworden ist – sie gehören zum Neunkircher Sommer einfach dazu, haben in der ursprünglichen Gebläsehalle, im Bürgerhaus, in der Neuen Gebläsehalle über die Jahre Zigtausende Besucher „Begeistert“.

Foto: SZ/Robby Lorenz

In diesem Sommer nun muss der Neunkircher Musical-Gemeinde liebstes Kind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der allgemeinem Großveranstaltungs-Absage wegen der Corona-Pandemie zum Opfer fallen.  Zwar ist die Absage noch nicht verkündet worden, allein: Die Vermutung liegt nahe. Da erscheint die Idee von Jürgen Fried – nicht nur Ex-OB und Aufsichtsratsvorsitzender der Neunkircher Kulturgesellschaft, sondern vor allem auch einer der Väter des Neunkircher Musicalprojektes nahezu bahnbrechend. Welch stabiler Strohhalm wird da in Aussicht gestellt: Die Gebläsehalle quasi zum Filmsaal machen, die bei jedem der Musicals getätigten Mitschnitte auf großer Leinwand auf der Bühne zeigen. Welch grandioser Einfall, der nicht nur in diesen Zeiten, in denen vor allem Kulturschaffende und Kulturliebende so ganz besonders gebeutelt sind, ganz neue Perspektiven anzeigt. Das böte zudem auch den Teilnehmern des Projektes ganz neue Sichtweisen. Natürlich würde die Atmosphäre eine ganz andere sein als bei den Live-Aufführungen.  Das aber, so steht zu vermuten, dürfte den Projekt-Teilnehmer die Wiedersehensfreude und das Erinnerungschwelgen kaum vermiesen, so steht zu vermuten. Und auch die Fangemeinde wird nach diesem Musical-Sommer-Rettungsanker sicher gerne greifen. Bei dann noch akzeptablen Eintrittspreisen könnte das Fazit dann sicher wie alle Jahre lauten: Alle Veranstaltungen ausverkauft.