| 21:12 Uhr

Kolumne
Neymars Fuß und Nehbergs Socken

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wenn meine Theorie stimmt, werden pro Jahr unter allen Menschen zehn Millionen Kilo Glück verteilt. Bei 7,3 Milliarden Menschen hätte also jeder 0,0014 Gramm. Nicht gerade die Welt, aber immerhin. So weit zumindest die Theorie.

In der Praxis herrscht allerdings eine Ungerechtigkeit, die schlimmer zum Himmel stinkt, als die Socken von Rüdiger Nehberg nach einem Fußmarsch durch die Wüste Gobi. Nehmen wir nur mal Neymar, dieser schlecht frisierte Freibad-Dribbler, der bei Paris Saint Germain 100 Milliarden pro Halbzeit verdient, dem ganz Brasilien zu seinen begnadeten Füßen liegt und der dort so viel Ansehen genießt, wie bei uns Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und Sandro Wagner zusammen. Und damit nicht genug: Seine Frau ist nicht etwa Ludmilla Warzenbuckel aus Popelbach. Iwo! Das ist Bruna Marquezine, brasilianisches Top-Model und Schauspielerin, der ebenfalls ganz Brasilien zu ihren zierlichen Füßen liegt. Ja, genau, Neymar scheint die Sonne aus dem Hintern. 24 Stunden am Tag. Nun muss man wirklich kein Mathe-Genie sein, um sich auszurechnen, dass er alleine gut 90 Prozent vom Glück abbekommt, das für alle reichen muss. Bleiben für unsereins also nur noch magere 0,00014 Gramm. Wenn sich zu denen dann auch noch Pech gesellt, hat man ruck zuck Ludmilla Warzenbuckel aus Popelbach an der Hacke, die dann auch noch müffelt wie Nehbergs Socken. Na dann aber mal viel Glück...